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Ingress – Auf welcher Seite stehst du?

Nach Geocaching und Munzee möchte ich mich heute mit dem Thema Ingress beschäftigen. Ingress ist ein Alternate-Reality-Game, das heißt, dass es eine Spielwelt gibt, die in unserer Welt spielt. Das Spiel verschmilzt mit der Welt vor der Haustür. Herausgeber ist die Firma Niantic Labs, eine Tochterfirma des Internetgiganten Google. Seit Oktober 2013 ist das Spiel Ingress öffentlich verfügbar und seit Dezember 2013 auf den Android Geräten verfügbar. Die Iphone Nutzer mussten bis Juli dieses Jahres auf die Veröffentlichung im AppStore warten.

Ich selber hatte mich Anfang 2014 schon einmal für dieses Spiel interessiert und es mir aus dem Google PlayStore geladen. Schon nach wenigen Minuten habe ich allerdings die Lust an diesem Spiel verloren, da ich es nicht verstanden hatte. Weder was Ziel des Spieles ist, noch welche Rolle ich einnehme.

Seit einigen Wochen habe ich mich allerdings dem Thema Ingress noch ein weiteres Mal angenommen. Ich wollte nun endlich verstehen, worum es geht. Also hier mal eine kurze Einführung über dieses Maps basierte Google Spiel: Ingress!

Inhalt von Ingress

In Ingress kämpfen zwei Gruppen gegeneinander. Auf der einen Seite sind die Enlightened, die Erleuchteten, und auf der anderen Seite die Resistance, der Widerstand. Zu Beginn des Spiels hat sich der Spieler/in zu entscheiden, welcher Gruppe er/sie angehören möchte.

Warum stehen die Gruppierungen so konträr zu einander?

Auf der Ingress Welt entstehen verschiedene Portale, die sich meist an besonderen Orten befinden: an Kunstwerken, an Gebäuden, an Kreiseln, etc. Aus diesen Portalen entspringt seit neusten einer neue unbekannte Energie, die die Gruppe der Enlightened (grün) nutzen möchte. Die blaue Gruppe, die Resistance, versucht diese Energie aufzuhalten und die Ausbreitung dieser Quellen entgegen zu wirken, da man nicht wisse, welche Folgen diese neue Kraft für die Erdbewohner hat. Beide Gesellschaften versuchen, ihre Gebiete auf der Welt auszubreiten. Hierzu werden die Portale eingenommen und Kontrollfeldern ausgebaut.

Wie spielt man Ingress?

Ingress Google QuarteragentGespielt wird auf der Ingress Karte. Man sieht seine eigene Position auf der digitalen Karte, die Scanner genannt wird. Es werden nur Straßen und Wege aufzeigt, Umrisse von Gebäuden oder das Gelände werden vernachlässigt. Um die eigene Person liegt ein runder Kreis, der Interaktions-Radius. Alle Portale, alle Items, Resonatoren oder die Exotic Matter XM (sozusagen die Spielenergie), die sich innerhalb dieses Interaktions-Radiuses befinden können mit dem Spieler interagieren. Die Exotic Matter befindet sich überall im Raum und wird automatisch beim Eintreten in den Radius aufgesammelt. Diese Energie braucht sich auf, wenn man die Portale hackt, Portale aufbaut bzw. auflädt und wenn man gegen feindliche Portale kämpft.

Die Portale befinden sich, wie anfangs beschrieben, an besonderen Örtlichkeiten, wie Kunstwerken und co. Durch den Scanner kann man diese Portale entdecken. An diesen Portalen können die Spieler/innen die Funktion Hacken wählen. Hierbei erhalten die Spieler/innen unterschiedliche Items, wie Waffen/Munition, Resonatoren (zum Aufbauen von Portalen), Portal-Keys, PowerCubes oder weitere Items. Gehackt werden können alle Portale. Die eigenen Portale bringen am meisten Items, feindliche hingegen mehr Erfahrungspunkte (sog. Action Points) ggf. aber auch Schaden, da das Portal die Gegenspieler/innen angreifen.
Durch die Waffen, die sogenannten XMP Burster, können feindliche Portale angegriffen werden. Wenn es einem gelingt, alle 8 Resonatoren eines feindlichen Portals zu zerstören, kann dieses Portal eingenommen werden.
Eine weitere Aufgabe ist es die eigenen Portale miteinander zu verbinden, zu verlinken. Dieses ist nur möglich, wenn man zuvor einen PortalKey durch Hacken bekommen hat. Verlinkt man drei Portale miteinander, entsteht ein Feld. Diese Felder sind für die allgemeine Ausgangslage des Spiels sehr entscheidend, da die Summe alle Felder die globale Stärke der Konkurrenten aufzeigt.
Durch die Nutzung von verschiedenen Modifikationen können die Portale ausgestattet werden. Hier kann die Abkühlungsdauer bis zum nächsten Hack verkürzt werden, das Widerstandsschild erhöht werden etc.

Fazit

Nur durch das eigentliche Spielen wurde mir nach und nach Spielverlauf etwas klarer. Alle, die an solchen Augmented-Realty-Games Spaß haben, sollte sich einfach trauen, direkt in das Spiel einzusteigen. Interessanter wird es direkt, wenn man sich für die Gruppe von Ingress entscheidet, die aktuell hinten liegt.

Ich hatte mich für die Resistance entschieden, und musste feststellen, dass in meinem Gebiet relativ viel schon in Blau gefärbt war, sodass ich vor allem Unterstützung biete beim Wiederaufladen der Resistoren, beim Verlinken und Upgraden. Lasst euch am Anfang nicht von den verschiedenen Einstellungen und Modifikationen verschüchtern. Nach und nach ist das Spiel recht einfach zu verstehen.

Was ich bisher noch nicht erlebt habe, ist, das Miteinander spielen oder Kämpfen vor Ort. Ob in Hannover oder auf dem Land, ich befand mich immer recht allein vor den Portalen und konnte keine weiteren Spieler ausmachen. Hierfür soll es aber auch richtige Treffen geben, denn hinter Ingress steht eine große Community .

Ich für meinen Teil habe immer wieder etwas Spaß in diese Welt einzutauchen und meiner Gruppe, der Resistance, den Rücken zu stärken. Ob das Spiel auch auf Dauer mich in den Bann zieht, werde ich berichten.

Und jetzt hoch von der Couch! Entscheide dich, auf welcher Seite stehst du?

In dem Sinne 🙂

Veröffentlicht in: Games & More

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