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Good Morning Vietnam!

Schon letzte Woche habe ich mir mal wieder einen Klassiker aus der Blue-Ray-Theke gefischt, den ich ehrlich gesagt, vorher gar nicht kannte. „Good Morning Vietnam!„.

Der Spielfilm stammt aus dem Jahr 1987 und wurde von Mark Johnson und Larry Brezner produziert. Regie führte Barry Levinson. Die Geschichte basiert auf einer wahren Geschichte von AFN-Moderator Adrian Cronauer, der durch Robin Williams gespielt wird.

Der Film spielt im Jahre 1965, zur Zeit des Vietnam-Krieges, als der Radiomoderator Adrian Cronauer nach Vietnam reist, um dort als Moderator für die US ARMY zu arbeiten. Seine außergewöhnliche Art, der Humor und der „neue Musikgeschmack“ des Moderators gefallen den stationierten Soldaten. Adrian Cronauer begrüßt seine Landsleute immer mit dem lauten Spruch „Gooooooood Moooooorning Vietnaaaaaam!“ (wenn man es mal nachschreiben möchte 🙂 ) und spielt den angesagten „Rock ’n Roll“. Im Gegenzug zum Gefallen der Soldaten stößt Cronauer bei seinen Vorgesetzten immer wieder auf Widerstand, sie schätzen seinen unkonventionellen Charakter nicht, beispielsweise, als er ein Gespräch mit dem damaligen Präsidenten Richard Nixon vorspielt und ihn bescheiden darstellt.

Um Trinh, einer vietnamesischen Frau, näherzukommen, übernimmt Cronauer den Englisch-Kurs in Saigon und versucht sich mit dem Bruder der Dame, Tuan, anzufreunden. Beim Kennenlernen kommt es zu einem kleinen Eklat, als Cronauer mit Tuan eine lokale Wirtschaft betritt, die eigentlich nur von Amerikanern genutzt wird. Adrian Cronauer verteidigt seine Begleitung Tuan und gewinnt sein Vertrauen. Dieser verübt als Mitglied der Vietcong wenig später einen Anschlag auf diese Kneipe, aus der Tuan zu vor Adrian herausholte.

Adrian Cronauer möchte durch seine Radiosendung die stationierten Amerikaner über die aktuelle Situation aufklären, doch diese offene Art wird ihm verwehrt. Es dürfen ebenfalls nur gefilterte und zensierte Nachrichten aus Amerika vorgetragen werden. Diese Art missfällt dem Moderator, sodass er sich der Anweisung einfach widersetzt und über diesen Anschlag in seiner Sendung berichtet. Die Radioshow wird daraufhin von den Vorgesetzten abgeschaltet und Cronauer auf unbestimmte Zeit abgesetzt.

Diese Zeit nutzt Adrian um sich Trinh zu nähern und die Menschen, das Land und die Kulturen Vietnams kennen zulernen. Trinh aber gibt ihm klar zu verstehen gibt, dass eine Beziehung keine Chance hätte. Als Cronauer wieder als Moderator eingesetzt werden sollte, zeigt er kein Interesse und will mit dem Gewissen des ungerechten Krieges, keine Sendung mehr durchführen. Doch die Soldaten schaffen es ihn umzustimmen. Sgt, Major Dickerson ist Cronauer dennoch ein Dorn im Auge und schickt den Moderator für eine Berichterstattung absichtlich über eine Strecke, die mit Landminen versehen ist, an die Front. Sein Plan Cronauer loszuwerden misslingt. Adrian überlebt und wird im Dschungel von seinem Freund Tuan aufgesammelt und anschließend von Soldaten in einem Hubschrauber gerettet. Da Tuan allerdings Mitglied der Vietcong ist, und er gemeinsam mit Adrian aufgefunden wurde, wird Adrian Cronauer als Radiomoderator abgesetzt und muss zurück nach Amerika. Als Dankeschön für die Zeit hinterlässt er den Soldaten ein Tonband, auf dem seine letzte Show aufgezeichnet ist.

Good Morning, Vietnam

Ich war sehr gespannt auf den Film „Good Morning Vietnam“ und finde, dass er die Genre Drama, Komödie, Krieg sehr gut verbindet. Robbin Williams spielt die Rolle des von Soldaten geliebten und von den Vorgesetzten gehassten Radiomoderator mit seiner offenen und unkonventionellen Art großartig. Es zeigt, die Menschlichkeit auf, die während eines solchen Krieges sich abspielen kann, welche anderen Dramen und auch Nettigkeiten sich unter den Menschen verschiedener Länder abspielen können. Die musikalische Untermalung des Films unterstreicht nochmals die Dramaturgie und die Absurdität.

Von mir eine klare Filmempfehlung! Weitere Filme die ich mir angeschaut habe findet ihr in meiner Rubrik „Filme & Serien“. Einfach mal reinschauen!

In dem Sinne  – What a wonderful World….. 🙂

Veröffentlicht in: Filme & Serien

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2254 ist nun vorbei

Wer kennt das nicht, liegt nachts wach, kann nicht pennen und in der Glotze kommt auch nur Mist? Na gut, abgesehen von tollen Schnäppchen auf Pearl.TV bzw. individuell einsetzbaren Lock & Lock Dosen auf QVC. Ich habe dann ab und an das Radio eingeschaltet in bin ca. 2006 bei einem Sender hängen geblieben und mich in die verschiedenen Diskussionen einer Sendung vertieft: 2254.

Ich habe schon vor einiger Zeit den Radiosender Deutschlandradio Kultur entdeckt und mit ihm die nächtliche RadioTalksendung, die den Hörerinnen und Hörern ein Forum geboten hat sich nachts zwischen 1:05 Uhr und 2 Uhr über tagesaktuelle Themen auszutauschen.

Radiotalk 2254

Radiodiskussion 2254

Die Sendung lief über 23 Jahre im Radio, zuerst bei RIAS, Deutschlandradio Berlin und schlussendlich bis Juni 2014 bei Deutschlandradio Kultur.

Anrufen konnten alle unter der europaweit kostenlosen Rufnummer: 0800 2254 2254. Die Nummer hat der Sendung auch den Namen gegeben. Nun soll es vorbei sein. Am 20. Juni 2014 lief die letzte Sendung, moderiert vom „dienstältesten Moderator der Sendung“ Oliver Thoma. Begründung ist eine allgemeine Programmreform des Senders. Es heiße, dass sich das Programm auch mehr vom Schwestersender Deutschlandfunk abheben solle. Anstelle des täglichen Radiotalks wird nun die musikalische Sendung „Tonart“ um eine Stunde erweitert, auf insgesamt 3 Stunden.

Ich gebe zu, dass ich die Sendung nicht jeden Morgen gehört habe, allerdings war sie seit ca. 2006  ein ständiger Begleiter als ich ein Jahr in Spanien lebte, sowie heute noch auf dem Weg zur Arbeit. Podcast sei Dank. 

Einige Hörerinnen und Hörer kämpfen durch eine Petition oder anderen Zusammenschlüssen für eine Fortsetzung des Radiotalks:

#2254 muss bleiben: Deutschlandradio will demokratischste Radiosendung Deutschlands einstellen

Nachtgespräche auf Deutschlandradio Kultur retten

Schade, dass diese Sendung eingestellt wurde.
Vielleicht hört man sich an anderer Stelle nochmal.

In dem Sinne: Guten Abend Frau Kolkmann, guten Abend in die Runde….

Veröffentlicht in: Kunst & Kultur

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