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Garmin Oregon 650

Und ich habe es doch getan. Ich habe den Schritt gewagt und bin endlich auf ein neues GPS-Gerät umgestiegen. Wie ich schon in den vorherigen Blogeinträgen immer wieder erwähnt habe, dass ich mit mir hadere, habe ich letzte Woche kurzen Prozess gemacht und mit das Garmin Oregon 650 gekauft.

Zu erst möchte ich hier eine kleine Gegenüberstellung vom Oregon 650 zu meinem ehemaligen Garmin Etrex30 darstellen.

Eigenschaften Garmin Oregon 650 Garmin Etrex 30
Größe & Gewicht 6,1 x 11,4 x 3,3 cm, 209,8 g 5,4 x 10,3 x 3,3 cm, 141,7 g
Display 240 x 400 Pixel
Touchscreen
176 x 220
TFT
Batterien, Nutzungsdauer Akkupack inkl. aber auch mit 2 AA Batterien nutzbar, 16 h 2 AA Batterien, 25 h
Wasserdicht IPX7 IPX7
Kamera 8 Megapixel inkl. Blitz keine
Kompass Elektronischer Kompass Elektronischer Kompass
Höhenmesser Barometischer Höhenmesser Barometischer Höhenmesser
Verbindungen Bluetooth, Ant+, Highspeed USB USB
interner Speicherplatz 3,5 GB, microSD-Card möglich 1,7 GB, microSD-Card möglich
Waypoints
Routen
4000
200
2000
200
Routingfähigkeit Ja Ja

Das Gerät

Schon beim Auspacken des Geräts ist mir die Größe des Oregon 650 und die etwas höhere Grammzahl aufgefallen. Ich finde, dass das Etrex 30 durch das etwas kleinere Gehäuse „fester“ in der Hand liegt bzw. etwas griffiger ist, dennoch liegt auch das Oregon 650 gut in der Hand. Da ich sowieso, wie bei meinem Vorgänger, den Karabinerhaken grundsätzlich am Gerät habe, kann ich das Oregon auch daran zusätzlich sichern. Die Öffnung zu den Batterien bzw. zum Akkupack ist durch einen Drehverschluss gesichert. Dieser zieht den Deckel ordentlich an das Gerät. Laut Garmin hat auch das Oregon eine Wasserdichtigkeit nach dem IPX7 Standard.

Display & Menü

Garmin Oregon 650 Quarteragent GPS-GerätVor dem Kauf war ich etwas irritiert über die immer noch geringe Pixeldichte des Oregon 650. Doch wenn ich beide Geräte im Kartenmodus nebeneinander halte, ist schon ein deutlicher Fortschritt zu erkennen. Auch das drei Zoll große Display bietet viel Platz und eine gute Übersicht der Karten. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung sind die Karten und das Menü super zu erkennen.
Der Touchscreen lässt sich sehr gut bedienen, auch bei leichter Feuchtigkeit gibt es keine Probleme bei der Steuerung durch das Menü oder der Karten. Wenn es allerdings sehr stark regnet, kann es vorkommen, dass ggf. durch die Tropfen unbeabsichtigt Menüpunkte ausgewählt werden. Bei dickeren Handschuhen kann es zu Problemen mit der Steuerung kommen, aber das kennt man ja schon aus dem Smartphone-Bereich.

Die Menüführung des Oregon 650 ist selbsterklärend und superleicht zu verstehen. Grade wenn man vorweg schon mit Garmin  GPS-Geräten gearbeitet hat, fällt einem das Menü bzw. die Einstellungen recht einfach. Im Gegensatz zum Etrex 30 hat das Garmin Oregon 650 nur noch zwei Hardwaretasten. Diese können nach belieben in den Einstellungen selbst neu definiert werden.

Akku

Bei der Oregon 650er Version liegt ein Akkupack bei. Das besteht aus zwei zusammengefügten AA-Akkus, die beim Einlegen in das Batteriefach einen kleinen Schalter betätigen. Durch den Druck auf den Schalter kann das Gerät auch per USB Kabel und Netzstecker aufgeladen werden. Liegen allerdings nur zwei AA Batterien im Fach, wird der Schalter nicht betätigt, eine Aufladung kann somit nicht per Stromkabel stattfinden. Das Akkupack kann man auch zusätzlich erwerben und liegt aktuell bei ca. 24 Euro. Laut Hersteller soll das Gerät ca. 16 Stunden mit einer Akkufüllung laufen. Ich werde in den laufenden Tagen mal von der Akkudauer berichten.

Karten & GPX

Ich hatte das Oregon 650 am Freitag bekommen und konnte es heute bei einer kleinen Tour ausprobieren. Da ich mich für die 650er Variante entschieden habe ohne integrierte topografische Karte, habe ich mir zunächst wieder eine aktuelle OpenStreetMap Karte heruntergeladen und per Garmin Basecamp auf dem GPS-Gerät installiert. Ich hatte die Karte zwar vorher auf meine microSD Karte geladen, doch irgendwie wurde mir die von mir gewünschte Karte beim Einrichten des Oregon 650 nicht angezeigt. Daher die direkte Installation auf dem Gerät. Durch die 3,5 GB internen Speicher ist das natürlich gar kein Problem. Die vorhandene Karte kann zwar ebenfalls genutzt werden, ist aber für Wanderungen oder zum Geocachen meines Erachtens nach unbrauchbar. Beim ersten Begutachten der Karten auf dem Gerät verfällt man sofort in die Smartphone-Haptik und wischt die angezeigte Karte von links nach rechts und vergrößert und verkleinert sie mit zwei Fingern. So macht das wirklich Spaß.
Ebenso fix konnte ich, wie gewohnt, meine GPX Datein der Geocaching.com Pocket-Queries auf die microSD Karte ziehen.

GPS & Höhenmeter

Das Garmin Oregon 650 bietet wie das Etrex 30 die Möglichkeit des Empfangs von GPS und GLONASS Satelliten, sodass innerhalb weniger Sekunden eine sehr genaue Positionsbestimmung funktioniert. Zusätzlich hat Garmin die HotFix Einstellung. Das Gerät kann bei einer längeren Nutzung die Position der Satelliten bis zu drei Tage vorausberechnen und somit bei dem neuen Einschalten des Geräts schneller die aktuelle Position bestimmen.
Das Oregon 650 ist ebenfalls mit einem barometrischen Höhenmesser ausgestattet.

Konnektivität

Der typische Austausch von Daten lief schon beim Etrex 30 über die USB-Schnittstelle bzw. die microSD Karte. Die ANT+ Technologie habe ich schon bei dem Etrex genutzt für die Ansteuerung zu meinem zusätzlichen Temperatursensor. Das Garmin Oregon 650 bietet zu diesen Schnittstellen noch ein Bluetooth 3.0 Modul. Dieses soll mit der Smartphone-App funktionieren, habe ich allerdings bis heute Abend noch nicht weiter ausprobiert.

Fazit

Garmin Oregon 650 Quarteragent AkkupackIm direkten Vergleich ist das Garmin Oregon 650 ein sehr schnelles, handliches und gut steuerbares GPS-Gerät. Die leichte Bedienung, das selbsterklärende Menü, die Schnelligkeit beim Laden der Karten oder der Geocaching-Datenbank ist wirklich beeindruckend. Auch das Design des Geräts macht einiges her. Ich kann nur sagen, dass ich mich freue, endlich diesen Schritt des Wechsels gegangen zu haben.

Was mich allerdings stört, ist, dass es keine richtige Tasche für das GPS-Gerät gibt. Zwar gibt es eine Tasche für die Oregon Reihe, allerdings ist diese nur halb passend und nicht wirklich gut zu nutzen. Des Weiteren habe ich eine Art „Steinhülle“ für das Oregon gesehen. Die sieht allerdings so klobig und, sorry, hässlich aus. Natürlich wird sie sicherlich am meisten das Gerät schützen, aber die möchte ich nicht haben.

Sobald ich das Gerät weiter getestet habe, vor allem auf die Akkudauer etc., werde ich noch mal ein Update zu diesem Bericht schreiben.

In dem Sinne 🙂

Veröffentlicht in: Technik, Tests & Reviews

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