Posts Tagged International EarthCache Day

Die Eiszeitterrasse in Koldingen

Auf dem Heimweg heute Abend juckte es immer noch in den Fingern. Ein weiterer EarthCache lag auf dem Weg, wenn nicht heute am Tag des EarthCaches, wann dann? Und so bog ich im halbdunklen noch mal ab in Richtung Koldingen.

GC24FK0 Eiszeitterrasse Schichtenmodell KoldingenBesucht wurde der EarthCache „GC24FK0 Eiszeitterasse„. In Koldingen handelt es sich wiedermal um ein eiszeitliches Vorkommen, ein heutiges Naturschutzgebiet. Vor ca. 300.000 Jahren während der Elster- bzw. Saalevereisungen entstanden die charakteristischen Eiszeitterrassen  im hiesigen Leinetal durch das Schmelzwasser. Eine Informationstafel über diese geologischen Verformungen beschreibt, dass mindestens drei verschiedene Flüsse in der Kaltzeit über die Fläche verliefen und die mitgeschliffenen Sedimente nach und nach die einzelnen Terrassen im Quartär, Pleistozän formten. Heute trifft man an der Kante noch auf Sand und Kies auf Leine-Innerste-Mittelterrasse unter dem Lösslehm.

Die Leine, die heute in Leinefelde entspringt und bis Eichsfeld fließt, liegt beispielsweise in der Niederterrasse.

Der EarthCache bezieht sich auf diese Informationstafel und im Listing befanden sich folgende Fragen:

  1. Wir hätten gern ein Foto von euch vor der Informationstafel zusammen mit dem Eisvogel.
  2. Aufgrund ihrer Höhenlage zur Talaue unterscheidet man 3 Terrassen. Finde diese Terrassenschichten in der Grafik und merke dir ihre Nummer. Sortiere diese Schichten nach ihrem Alter, beginnend mit der Ältesten.

Wer sich nicht nur mit den Bildern, sondern auch den Texten auf der Informationstafel beschäftigt findet schnell die Antworten und ein Foto mit dem kleinen Eisvogel ist ebenfalls schnell geschossen. Die Antworten ergeben eine E-Mail-Adresse, an die ich noch einmal die Lösungen geschickt habe. Und zack… kam eine automatisierte Antwort, dass alles richtig sei, und ich den EarthCache erfolgreich loggen kann! Toll!

Zwei weitere Stationen habe ich auf meinem Heimweg noch besucht: „GC50A63 Ein Blick nach Harkenbleck“ und „GC51566 Dreiviertel oder EINviertel?„. Grade beim letzten Cache war schon ein wenig Nervenkitzel dabei. Mitten an der B3 an einem absolut vollen Restaurant, an dem auch noch Muggel warteten. Doch zwischen den Autos meine ich, dass ich sehr ungestört loggen konnte.

Die beiden EarthCaches am heutigen Tag in Hannover und Koldingen waren sehr interessant und spannend! Der Internationale EarthCache Tag hat sich wirklich gelohnt!

In dem Sinne 🙂

 

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EarthCache: Ein Rapakiwi-Granit in Hannover

International EarthCache Day2014Heute ist es endlich soweit, der große internationale EarthCache Day 2014 ist am heutigen Sonntag, den 12. Oktober 2014. Wie ich schon in meinem Beitrag „Es ist wieder Earth Cache Zeit“ berichte, legt Geocaching.com am heutigen Tag den Fokus auf Earth Caches. Alle Geocacherinnen und Geocacher, die heute diesen besonderen Cache loggen erhalten ein weiteres einmaliges Souvenir.

Ich habe mir für heute den EarthCache „GC27ZQ5 Rapakiwi-Granit“ ausgesucht, und verbinde diesen Tag mit dem „EarthCache Virtual 5K Run„. Dieser Run ist ausgerufen von der „The Geological Society of America“ im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums der Earth Caches. Die Aufgabe ist, in den Tagen vom 03. Oktober bis 13. Oktober 2014 einen Earth Cache zu besuchen, allerdings müssen 5 Kilometer gelaufen, gewalkt oder per Fahrrad gemeistert werden. Der Earth Cache muss am Beginn der Distanz oder aber am Ende sein. Ich hätte euch gerne früher davon berichtet, allerdings bin ich selber erst gestern Abend darauf gestoßen. Ihr habt aber ja noch bis Morgen Zeit.

Also rein in die Klamotten, Schuhe an, Technik geschnappt und auf ging der Lauf, quer durch die „grüne Lunge Hannovers“, die Eilenriede in Richtung Rapakiwi. Die Eilenriede ist der ca. 640 Hektar große Stadtwald, überwiegend Laubbäume, von Hannover, der am südlichsten Punkt den Maschsee erreicht.

International Earth Cache Day - GC27ZQ5 Rapakiwi Hannover FindlingAn den Koordinaten angekommen, fiel sofort ein Hinweisschild auf, dass die verschiedenen sehenswerten Vorkommen in der näheren Umgebung aufzeigten. Unter anderem wurde der Findling erwähnt. Allerdings war der Findling nicht sofort zu entdecken. Ich suchte an den Koordinaten, nein. Aber auf dem Schild stand ein Hinweis: „Rund 100 Meter westlich vom „Heiligers Brunnen“ liegt ein Findling„. Und schwupps viel mein Blick nach einigen Schritten auf den weit gereisten Gesteinsbrocken.

Rapakiwi GranitDoch was ist eigentlich das für ein Gestein, das ich da gefunden habe? Was ist ein Rapakiwi? Dieses Gestein hat seinen Ursprung in Finnland, und somit ist auch sein Name finnisch und bedeutet übersetzt so viel wie „fauler Stein“. Denn betrachtet man diesen Granitstein genauer entdeckt man sogenannte Einsprenglinge, die in ungleichmäßigen Größen eingeschlossen sind. Sogenannte Ovoide.

International EarthCache Day - GC27ZQ5 Rapakiwi Hannover Souvenir erreichtDoch wie kommen solche Findlinge nach Deutschland? Während der Eiszeit befanden sich große Gletscher über Europa, und diese haben die Eigenschaft zu fließen. Durch diese langsame Bewegungen werden auch Gesteine und andere Vorkommen mitgeschliffen. Das bedeutet, dass auch dieser Findling schon eine Reise von über 1100 Kilometer hinter sich hat.

Um den Cache erfolgreich zu lösen, müssen natürlich auch einige Fragen beantwortet werden. So möchte „Die Familie mit Hund“ gerne wissen:

  • 1.  Aus welchen 4 Grundmassen besteht ein Rapakiwi- Granit und woher stammt er ?
  • 2. wann wurde der Stein hierher „transportiert“ ?
  • Ein Foto vom Stein kann ebenfalls mit ins Online-Logbuch.

Es ist immer wieder erstaunlich, welche kleinen Schätze sich fast vor der Haustür befinden, die man beim normalen Spazierengehen oftmals übersieht. Vielen Dank an diese besonderen Caches, die uns viel über unsere Heimat, unsere Geschichte und über unsere Erde mitteilen!

Auch danke für das nächste Souvenir in meiner Sammlung! Auf den nächsten EarthCache Day!

In dem Sinne 🙂

Veröffentlicht in: Geocaching, Natur

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Es ist wieder EarthCache Zeit

EarthCache Groundspeak (R)

Groundspeak hat vor einigen Tagen schon verkündet, dass an dem jetzt kommenden Sonntag wieder der „International EarthCache Day“ ist. Und zwar bekommen alle Cacherinnen und Cacher ein besonderes Souvenir, wenn sie am Sonntag, den 12. Oktober 2014, einen EarthCache finden, lösen und ihn natürlich auf Geocaching.com loggen. Laut dem Blogeintrag ist das besondere Souvenir nur an diesem Sonntag erhältlich. Also solltet ihr schon jetzt die Geocaching Karte zücken und mal durchstöbern, welche besonderen Punkte der Erde ihr besuchen möchtet.

Und zu entdecken gibt es vieles! Falls ihr noch nicht genau wisst, was ein Earth Cache ist, könnt ihr in meiner kleinen Infothek mal vorbeischauen. Auf der Seite „Cache-Arten“ stehen die vielfältigen Geocaches mal einfach zusammengefasst.

Wichtig ist zu wissen, dass Earth Caches virtuelle Geocaching Punkte sind, an denen keine Dosen versteckt sind. Oftmals besucht man einen spannenden, historischen, geologischen oder, oder oder Ort und hat im Listing verschiedene Aufgaben, die man vor Ort lösen muss.

Meinen ersten EarthCache fand ich letztes Jahr im Dezember: den „GC3H29K Dolomit am Thüster Berg„. Hier musste die Gesteinsfarbe bestimmt und ein experimenteller Versuch durchgeführt werden (Achtung, Geschmacksproben sind in diesem Fall nicht erlaubt). Weitere besondere Caches die ich bis jetzt gefunden habe sind: „GC1Z401 Der Giesener Wetterberg„, und der „GC28QWV Earthcache bei Sibbesse / Wellenmuster„. Doch einer der spannendsten EarthCaches war der erst kürzlich geloggte „GC3XK33 Entstehung eines Salzsattels„. Da es sich hierbei um einen geologischen aber auch geschichtlichen Cache handelt, der sich beim ehemaligen Bergwerk Mathildenhall befindet.

Jetzt aber fangt an zu planen… Enden möchte ich heute mit einem Zitat von Tucholsky, das den besonderen Sonntag am besten beschreibt.

In dem Sinne 🙂

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an. – Kurt Tucholsky

 

Veröffentlicht in: Geocaching

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