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Von Giftködern und Stahlschrauben

Hundeköder Rattengift Geocaching QuarteragentWir Geocacher/innen sind ja eigentlich recht gesellige und naturbesorgte und alles andere als giftige Menschen. Allerdings handeln wir auch oftmals etwas geheimnisvoll und versuchen immer unbeobachtet unsere Koordinaten aufzusuchen und beim Suchen nicht entdeckt zu werden. Bei meiner heutigen kleinen Geocache-Runde war das ebenso der Fall. Da ich mitten auf einem Feldweg stand und ca. 600 Meter entfernt, auf der anderen Seite des Feldes, zwei Personen liefen, die in eine andere Richtung schauten, dachte ich mir nichts dabei und fing mit der Suche an.

Nach dem ich meine Runde beendete, sah ich schon von Weitem, wie die Spaziergänger/innen von der anderen Seite mich beobachteten. Ich grinste in mich hinein und dachte nur, wahrscheinlich sind es auch Geocacher/innen, die gerne einen Tipp haben möchten. Doch die Mimik der Dame sprach andere Worte, als wir aufeinandertrafen. Vorsichtig aber bestimmt fragte sie mich, was ich denn da täte, ob ich hier irgendwelche Giftköder oder Rattengift auslegen würden. Ich glaubte mir froren, wenn nicht durch den eiskalten Wind schon geschehen, die Gesichtszüge ein. Ich verneinte freundlich und versuchte ihr zu versichern, dass ich mit so einer Schweinerei nichts zutun habe.

Das reichte ihr nicht und sie bohrte noch einmal nach, was ich denn dann täte, schließlich ginge ich nicht nur spazieren, sondern habe mich regelmäßig nach irgendetwas gebückt.

Ich überlegte einen Moment und entschied mich für die Wahrheit. Ich zeigte ihr mein GPS-Gerät, die verschiedenen Koordinaten und einen Zettel mit meinen Notizen. Sie wurde neugierig und wir unterhielten uns für einen kurzen Moment, als das Gespräch wieder auf Hunde kam: „Aber was passiert, wenn Hunde diese Schätze ausbuddeln?“ Da ich schon einige Caches geloggt habe, konnte ich der Dame für diesen Bereich ebenfalls Entwarnung geben. Es liegen keine kleinen Gegenstände einfach so rum, die Hunde ausgraben und aufessen können. Hierzu müssten sie hier erst mal die größeren Dosen finden und dann zum Beispiel einen Petling zerbeißen. Die Dame bedankte sich und meinte noch, dass sie nur Angst habe und darum direkt auf die Menschen zugehe.

ZGeocaching Feldweg Dötzum Gronauu Hause habe ich mich dann mal über das Thema Rattengift oder Hundeköder informiert. „Stahlschrauben und Gift in Wurst- und Brötchenstücken: Das Entsetzen war nicht nur am Südstädter Bertha-von-Suttner-Platz groß, als zu Wochenbeginn die gefährlichen Hundeköder entdeckt wurden.“ schrieb die HAZ (Hannoversche Allgemeine Zeitung), am 09. Januar 2015.

Auch in den sozialen Netzwerken gibt es diverse Gruppen, die Hundehalter/innen über aktuelle Entdeckungen und Warnungen informieren. Das Problem scheint wohl in der letzten Zeit wieder akuter zu werden. Da ich selber kein Hundebesitzer bin, habe ich von dieser Gefahr gar nichts mitbekommen.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Muggeln gemacht? Wurdet ihr auch schon erwischt oder abgefangen? Wie reagiert ihr in solchen Situationen? Gebt ihr euer Hobby preis? Erklärt ihr, was Geocaching ist, oder habt ihr immer eine passende Ausrede parat?
Falls ihr ein/e stolze/r Besitzer/in eines/r Hundes/Hündin seid: Gab es bei euch schon einmal einen Vorfall mit einem gefährlichen Köder oder Rattengift? An wen wendet ihr euch, wenn ihr ein solches Gift oder eine solche Falle findet?

Über eure Erfahrung freue ich mich!

In dem Sinne 🙂

Veröffentlicht in: Information

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