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Jahreswechsel

Kaum freut man sich auf die vorweihnachtliche Zeit, ist schon Heilig Abend und Weihnachten vorbei und man befindet sich zwischen den Jahren, kurz vor dem Jahreswechsel. Dieses Jahr war wahnsinnig aufregend und mein erstes vollständiges Geocaching Jahr. In keinem Jahr war ich so viel draußen in der Natur unterwegs. In keinem Jahr bin ich nachts noch losgezogen um mich in diverse Logbücher einzutragen oder um kleinen Travelbugs die Weiterreise zu ermöglichen.

Geocachingtechnisch war dieses Jahr absolut erfolgreich. Erst vor wenigen Tagen habe ich mein 750. Found gefeiert, und denke, dass ich noch bis Mittwoch die restlichen Geocaches finde, dass die letzte Null in diesem Jahr vervollständigt werden kann.

DGeocaching Quarteragent Rössing Rössingbach Jahreswechselurch die stetige Erweiterung meiner Geocaching-Ausrüstung konnte ich immer mehr in die Geocaching Materie eintauchen. Jetzt zum Jahreswechsel gab es noch einmal eine Anglerhose, mit der ich nun auch durch tieferen Schlamm oder Bäche und Flüsse waten kann. Kaum hat der Weihnachtsmann diese bei mir unter dem Weihnachtsbaum versteckt, stand ich am nächsten Tag im Rössingbach. Bis dato habe ich in diesem Jahr 577 Geocaches gefunden, und wenn alles gut geht, darf ich in diesem Jahr zum Jahreswechsel mit 588 Funden abschließen. Elf Caches, die ich noch vor mir habe. Also alles ist möglich.

Im kommenden Jahr wird es auch endlich wahr, Quarteragent hangelt sich langsam nach oben. Ich habe mich für den ersten Termin zum Geocaching-T5-Klettergrundkurs angemeldet, der im März in Hannover stattfinden wird. Ich bin gespannt, ob ich hochkomme, und ob T5er mit auf meine Liste kommen.

Zum Abschluss in diesem Jahr habe ich noch ein traditionelles Weihnachtsevent besucht. Das „GC5GJY7 Flashwichteln im Infiland 2014“ stand an. Ich war dieses Jahr zum ersten Mal dort und fand es toll, mit vielen Cacherinnen und Cachern kleine und größere Gespräche zu führen. Besonders spannend waren die Berichte über das Geocachen im Ausland und die dortigen, spannenden Trails.

Geocaching Quarteragent Bad Salzdetfurth Salzeview Adolf Stoffregen Turm VirtualCache JahreswechselUnd auch zwischen den Jahren nahm sich mein Hobby keine Auszeit und OceanSea und ich habe uns einige spannende Caches rausgesucht. Zum einen gab es ein EarthCache in Bad Salzdetfurth und, für mich auch neu, einen VirtualCache. Mein erster Geist, den ich auf der Geocachingkarte zum Jahreswechsel gelöst habe. „GCG05M Salzeview“ hieß der Cache, den ich beinahe ganz falsch angegangen bin. Es galt drei Aufgaben zu lösen. Die erste Station war recht einfach und schnell gefunden. Dann ging es weiter, es musste gepeilt werden. Alles deutete auf einen Platz hin, den wir schnell sahen und dann untersuchten.

Doch irgendwie passten die vorherigen Logs nicht mit unseren Angaben überein. Möchte der Owner wirklich, dass wir ihm die vorhandene Grillhütte beschreiben? Und ihm berichten, dass sich dort und dort eine einfache Hütte befindet? Nein, sicherlich nicht. Und nachdem wir den Radius noch etwas erweitert haben, konnten wir das eigentliche Ziel finden und eine tolle Aussicht über Bad Salzdetfurth und den Hildesheimer Wald genießen!

Blitzableiter Mahlerten Geocaching Quarteragent JahreswechselEs ist immer wieder erstaunlich, welche kleinen Schätze man nur durch das Geocachen findet. Ohne eine kleine Dose im Hildesheimer Wald wäre ich auf diesen besonderen „Blitzableiter“ gar nicht gestoßen. „GC1Z64A Blitzableiter!“ heißt der Tradi. An den Koordinaten findet man einen Turm. Nein, ein Turm ist es nicht, denn er ist nicht wirklich hoch und man kann ihn auch nicht besteigen. Laut des Listings, ist der Sinn und Zweck dieses Bauwerks bis heute noch nicht wirklich geklärt. Der Erbauer ist Georg Friedrich Ludwig Conradi, ein Religionswissenschaftler, die mit 50 Jahren nach Mahlerten zog. Den Übermittlungen nach besaß Conradi ein gestörtes Urteilsvermögen, er war senil und litt wahrscheinlich unter Schizophrenie. Sein Turm erbaute er zwischen 1850 und 1860. An diesem Platz im Hildesheimer Wald vollzog Georg Friedrich Ludwig Conradi seine Kulte und Riten.

Es sind so Kleinigkeiten, die mir als Muggle sicherlich verborgen geblieben wären. Es ist ein spannender Ort, den ich auch für nicht Geocacher/innen empfehlen kann.

Jetzt muss ich aber los. Die letzten Caches warten auf mich! Euch wünsche ich noch einige schöne Tage im noch alten und bekannten Jahr 2014, bevor es Mittwochnacht in das neue, noch unbekannte Jahr 2015 übergeht!

In dem Sinne 🙂

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EarthCache Muschelkalk an den Giesener Teichen

Ich berichte ja öfter davon, dass ich sehr gerne EarthCaches löse. Vielleicht bringt es meine Ausbildung mit, oder ich bin einfach interessiert in die spannenden Erdgeschichten. Heute berichte ich euch über das Muschelkalkvorkommen bei den Giesener Teichen.

Geocaching EarthCache Hildesheim Himmelsthür MuschelkalkSomit war das Ziel am Sonntagmorgen die „GC2CQE3 Erdzeitreise an den Giesener Teichen„. Nördlich von Himmelsthür und südlich von Giesen befindet sich das Naturschutzgebiet und der ehemalige Standortübungsplatz der Bundeswehr. Der EarthCache befindet sich direkt am Fuße des Mastberges im Weidewald und steht in direkter Nachbarschaft zur Innerste. Die Giesener Berge sind überwiegend Erhebungen aus Buntsandstein.

Die Giesener Teiche berichten heute noch aus der Zeit vor ca. 225 bis 237 Millionen Jahren, aus dem Trias Zeitalter. An den Steilhängen der Teiche können auch heute noch Kalkvorkommen mit Muscheleinschlüssen gefunden werden. Diese fossilführenden Vorkommen bildeten sich, als das Germanische Becken noch komplett mit einem warmen und flachen Meer überflutet war. Dieses Sedimentationsgebiet in Europa erstreckt sich von England bis Polen. Durch die Ansammlung von Muscheln, sowie Armfüßer und Resten von Stachelhäutern entstand dieses Sedimentgestein. Im Listing bzw. an den Schautafeln habt ihr die Möglichkeit ein Bild des Kalks zu betrachten, auf dem man die fossilen Einschlüsse wunderbar erkennt.

Beispiel für Muschelkalk und fossile Einschlüsse  - EarthCache Hildesheim WikipediaOft ist die Bezeichnung Muschelkalk verwirrend, da zum einen das Endprodukt sowie die Zeit, in der sich das Sediment gebildet hat, den Namen tragen. Durch Verwitterungen, Abtragungen bzw. Ablagerungen wurde dieses Gebiet geformt und die tiefer liegenden Sedimentgesteine nach und nach freigegeben. So können die Versteinerungen im Muschelkalk in den Hängen heute gefunden werden.

Die Aufgabe dieses EarthCaches ist vielleicht etwas ungewöhnlich. Oftmals muss man Experimente durchführen, Gesteine finden etc. Zwei der hiesigen Aufgaben lauteten, den Pavillon der Informationstafeln näher zu beschreiben. Hier hätte man gegebenenfalls noch etwas mehr zu der Entstehung fragen bzw. etwas mehr Recherchearbeit den Cachern/Cacherinnen zutrauen können.

Dennoch erfährt der/die Cacher/in etwas über die Entstehung der Hildesheimer Erdoberfläche und etwas über die verschiedenen geomorphologischen Prozesse. Auch ein Spaziergang in diesem Naturschutzgebiet ist eine Reise wert, auch wenn man öfter auf Tretminen achten sollte. Da sich hier noch weitere Tradis und ein EarthCache befinden, werde ich noch mal wiederkommen. Nächstes Mal vielleicht mit dem Fahrrad.

In dem Sinne 🙂

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Ein ruhiges Wochenende

Geocaching Quarteragent Wochenende Weißstörche im Leinetal GC5AND1

Nach der turbulenten Geocaching Zeit in den letzten Tagen, habe ich mir dieses Wochenende mal einige ruhige Tage vorgenommen. Doch ganz ohne geht auch nicht. Besonders gruselig wurde es nur, als ich im Traum anfing mir Koordinaten zu merken, Rätsel zu lösen und Dosen zu suchen. Ich weiß zwar nicht an welchem Multi ich saß, aber ich weiß, dass ich die ganze Nacht von Freitag auf Samstag unruhig schlief und im Traum ordentlich auf Tour war.

Das Wochenende habe ich dennoch mit einem schönen EarthCache und einem MultiCache begonnen. Freitagmorgen ging es nach Ockensen. Ein Dorf am Fuße des Iths gelegen. Hier wartete der EarthCache „GC20AQ8 Kalktuffsäule am Ith“ auf mich. Hierbei handelt es sich um eine von Menschenhand gebaute Quelle am Rande des Dorfes. Die Kalktuffsäule oder auch unter dem Namen „Wasserbaum“ bekannt, sieht aus wie ein Baumstamm aus dem ununterbrochen kalkhaltiges Wasser, typisch für das Dolomitgestein des Iths, quellt. Hermann Meyer, der Sägemüller von 1904, baute diese Quelle aus vier 12 Zentimetern breite Holzbrettern auf. Meyer war auf das Wasser des Speicherteiches, in ca. 250 Meter Entfernung, angewiesen. Durch die Wasserkraft hat Meyer eine Turbine in Gang gesetzt, mit der er schon in früher Zeit elektrischen Strom erzeugte. Doch, damit sein Sägewerk auch vernünftig mit Strom versorgt werden konnte, bedurfte es einem regelmäßigen Wasserdruck. Dieses musste Hermann Meyer tagtäglich am Quellteich überprüfen, dieses wurde ihm schnell zur Last. Durch den Bau des Überlaufventils erübrigte sich der tägliche Marsch und der Sägemeister konnte aus seinem Haus aus sehen, ob genügend Wasser im Stauteich vorhanden war.

Geocaching Quarteragen Wochenende EarthCache GC20AQ8 Kalktuffsäule am IthDieses Überlaufventil habe ich an diesem Wochenende besucht, und aus dem kleinen Rohr ist ein hoher Stamm geworden. Da das Wasser, wie eingangs beschrieben, aus der Schichtrippe des Iths austritt und sehr kalkhaltig ist, kann der Wasserbaum wachsen. Beim Austreten aus dem Rohr trennt sich der Kalk vom Wasser und setzt sich als Tuff ab. Auf dem Tuff sammeln sich Moose und setzen sich fest. Durch den weiter ablagernden Tuff, versteinert das Moos, und der Baum wächst ganz langsam immer weiter empor.

Dieses inzwischen hoch „gewachsene“ Rohr ist wirklich toll anzusehen und ist die Reise wert.

Die zweite Station habe ich dann abends absolviert. Dieser MultiCache befindet sich in Barfelde und trägt den Namen „GC5BPFR Zeitunnel Barfelde 3.0„. Die Stationen hatte ich letzte Woche schon besucht und mir Notizen aufgeschrieben. Nach dem letzten Waypoint habe ich die Koordinaten errechnet und bin zum vermeintlichen Final gelaufen. „Hier soll es sein?“ oder „Das kann doch nicht hinkommen!“ sind Sätze, dich ich mir immer wieder zumurmelte. Wieder alle Notizen durchgeschaut, alle Berechnungen durchgeführt. Wieder selbes Ergebnis. Eine Mail an die Owner „Die Z Bande“ ergab, dass ich wirklich falsch liegen musste. So zog ich mit OceanSea noch einmal los.

Waypoint für Waypoint, Notiz für Notiz wurden überprüft. Bis zur vorletzten Station war alles korrekt. Doch dann… „Hier steht Ihr vor einem Hof. Notiert die Jahreszahl über dem großen Scheunentor, nicht die vom kleineren Gebäude.“ Ja, ich muss es sagen, ich stand vor der falschen Scheune. Gut, dass Barfelde fast nur aus Scheunen mit Jahreszahlen besteht. Schnell rechnete OceanSea nochmals alles durch. Neuer Versuch… „Piep“… Mist. Die Akkus meines Garmin Etrex30 waren leer. Das kann doch nicht wahr sein, so kurz vor dem Ziel. Da war nur spontan losfuhren, hatte ich auch nicht meine Geocaching Ausrüstung inkl. Ersatzakkus dabei. Doch OceanSea, oder auch Macgyver, konnte diese Lage anhand einer zu kleinen Batterie und einem vorhandenen Netzwerkkabel lösen, sodass wir schnell die finalen Koordinaten und den Cache erreichten.

Eine schöne Runde durch das Dorf Barfelde.

AnGeocaching Logbuch Generator Quarteragent Logbooksonsten standen am Wochenende noch ein kurzer Besuch bei den „GC5AND1 Weißstörche im Leine“ an. An der Stelle des Caches hatte man einen fantastischen Ausblick auf die Sieben Berge. Leider waren keine Weißstörche im Nest. Für heute Abend habe ich mir noch einen kleinen Tradi ausgesucht, da ich gerne meine längste Fundreihe (9 Tage bis jetzt) gerne etwas ausbauen möchte. Dieser Cache wird aber etwas später besucht.

Doch ganz vom Geocachen kam ich auch an diesem Wochenende nicht los. Seit diesem Sonntag könnt ihr auf www.quarteragent.de neben den ROT13 und Buchstabenzahlen-Tool auch eigene Logbücher mit eurem Namen und euren GC-Codes erstellen! Ich wünsche viel Spaß beim Legen neuer Caches oder beim Pflegen der vorhandenen!

Ich wünsche einen schönen Sonntagabend!

In dem Sinne 🙂

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EarthCache: Die Sieben Berge und die Sackmulde

Die Sieben Berge Geocaching EarthCache Quarteragent.de

Die Sieben Berge sind ein Höhenzug im Landkreis Hildesheim. Der Höhenzug, zu dem auch die Vorberge und der Sackwald gehören, liegt im östlichen Leinebergland und wird umgeben von den Städten Gronau, Sibbesse und Alfeld.

Geocaching Gestein Sedimentite Kalkstein EarthCache Alfeld LeineDas Schneewittchen hier lebte bleibt jedoch wohl nur ein Märchen. Schneewittchen lebte hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen und ist ein Märchen aus den Federn der Gebrüder Grimm. Die Geschichte um das Mädchen mit schwarzen Haaren, wie Ebenholz, stammt aus dem Jahr 1812, lange bevor die Gebrüder Grimm in der nahegelegenen Universität Göttingen lehrten. Der Höhenzug der Sieben Berge ist unbesiedelt, sodass sich hier eine ausgeprägte Waldlandschaft mit diversen Wanderwegen befindet. Der Schneewittchenpfad, der über die Berge entlang führt, kann aber die Wandernden vielleicht gedanklich in die Märchenwelt eintauchen lassen.

Geologisch betrachtet befindet sich in dieser Erhöhung die sogenannte „Sackmulde“. Diese Vertiefung, auch Synklinale genannt, ist das ausgeprägte Tal zwischen den Erhöhungen. Die Sackmulde ist um die 20 Kilometer lang und an der breitesten Stelle ca. sechs Kilometer breit. Der Name „Sackmulde“ wurde nach dem Alfelder Stadtteil „Sack“ benannt, da dieser direkt in der Falte liegt. Diese ist das Ziel des heutigen EarthCaches „GC2M7QX Die Sieben Berge„.

EarthCache Sieben Berge Alfeld Leine Geocaching QuarteragentEntstanden ist dieses Gebiet durch Halokinese bzw. Salztektonik. Wie beim Hildesheimer Wald hat ein hoher Druck, der über den Salzen liegender Schichten, das Buntsandsteingewölbe geformt. Die Seiten, oder auch Flanken, bestehen überwiegend aus Schichten von Muschelkalk und Keuperschichten. Da das Salz in bestimmten Bereichen in die Salzstöcke aufgestiegen ist, bildeten sich hohle Räume, die sich abgesenkt haben. Durch dieses Aufsteigen und Absenken haben sich der Höhenzug und die Sackmulde gebildet. Diese Verformungen sollen im Keuper, vor 235 bis 199,6 Millionen Jahren, begonnen haben.

Wie auch im gestrigen Bericht über den Ith, haben die Sieben Berge, die Vorberge und der Sackwald die heutige Formation aufgrund der unterschiedlicher Verwitterungs- und Abtragewiderstandsfähigkeiten.

Heute findet man zwischen den Satteln, in der Mulde, überwiegend einen landwirtschaftlichen Betrieb.

Es ist ein EarthCache, der die Geocacher/innen zu einer schönen Wanderung einlädt. Ob vom Himmelbergturm aus oder auch von anderer Stelle, ein Spaziergang durch lohnt sich immer. Auch der Tafelturm, am besten von Brüggen aus zu erreichen, auf dem Tafelberg ist ebenfalls ein Marsch wert. Die Erklärungen des Listings sind zwar nicht für alle leicht zu verstehen, aber die Fragen, die zum Loggen berechtigen, sind einfach gestellt und gut zu beantworten. Wieder ein weiterer Punkt auf meiner Beliebtheitsskala der EarthCaches: Die Sieben Berge und die dazugehörige Sackmulde im Leinebergland!

In dem Sinne 🙂

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EarthCache auf dem Ith

Heute Morgen ist es nasskalt, etwas ungemütlich und nach wenigen Metern waren meine Schuhe schon durchnässt. Der optimale Tag für Geocaching ist heute also nicht, meiner Meinung nach. Dennoch hatte ich mir gestern Abend noch einen EarthCache ausgeguckt, den ich für heute eingeplant hatte. Es ging wieder zum Ith. Das heißt nicht nur zum Berg auch zum EarthCache „GC19A5J Ith„.

EarthCache Ith KrokodilDer Ith ist ein 20 Kilometer langer Mittelgebirgszug Norddeutschlands und erstreckt sich über zwei Landkreise: Hameln-Pyrmont und Holzminden. Die höchste Stelle des Iths ist der Lauensteiner Kopf, der mit 439 Metern über Normalnull herausragt. An dieser Stelle hat man auch die Möglichkeit den Ithturm zu besteigen und die Aussicht zu genießen. Norddeutschlands längster Klippenzug besticht vor allem durch Jurakalk. Die Ithklippen sind aus Dolomitgestein.

Die Ausprägung des Gebirges entstand durch die Reliefumkehr, das heißt, dass durch exogene Kräfte, wie Wind, Wasser, Eis und Gletscher, ehemalige kleine Täler bzw. Mulden und Gräber durch Abtragungen zu Sätteln wurden. Dieses natürliche Phänomen ist damit zu beschreiben, da verschiedene Gesteinsschichten unterschiedliche Widerstandsfähigkeiten besitzen, so können manche Gesteine schneller abgetragen werden als andere. Die hervorstehende Gesteine und Felsen werden deshalb auch alsSchichtrippen bezeichnet.

Ein beliebter Touristenmagnet sind die Klippen, die Gesteinsformationen. Sie ziehen sich entlang des Kamms und erreichen teilweise Höhen von bis zu 30 Metern. Den verschiedenen Felsen sind Nummern und Zahlen zugeordnet. Die Nummer 21, das Krokodil, ist mein heutiges Ziel.

Aearthcache quarteragentuch wenn ich in den letzten Tagen schon dort in der Nähe war, bzw. vor einigen Jahren dort wanderte, an die Stelle des EarthCaches bin ich, so weit ich mich erinnern kann, noch nicht gekommen. Und ich war mal wieder überwältigt. EarthCaches sind wirklich die tollsten Caches. Nach wenigen Hundert Metern Fußmarsch kam ich an den herausragenden Gesteinsformationen an. Riesige Gesteinsbrocken, die einfach über den Hang hinaus thronten, zierten die Klippe. Die Koordinaten im Garmin Etrex30 führten mich direkt zur Nummer 21: das Krokodil. Es ist wirklich interessant, welche natürlichen Phänomene es gibt.

Vor Ort hatte ich die Aufgabe, ein Foto von mit und der Umgebung zu schießen, allerdings warnte nicht nur das Listing, dass man das Krokodil nicht betreten darf. Zum einen ist es sehr gefährlich zum anderen bittet der Landkreis Holzminden „[…] die Felskuppeln nicht [zu] betreten. Helfen Sie mit, die seltene trittempfindliche Flora und Fauna der Ithfelsen zu erhalten„. Des Weiteren mussten noch zwei Fragen beantwortet werden, die mit etwas Recherche schnell erledigt werden konnten.

Natürlich gibt es keine Dose, keinen Cache, den es in dieser Umgebung zu suchen gibt, aber bei solch überwältigenden Formationen verharrt man ein Weilchen und bestaunt diese Umgebung.

Ich kann jedem nur empfehlen sich mit den EarthCaches, oder falls nicht Geocacher/in dabei sind, sich mit der Natur direkt vor der Haustür zu beschäftigen. Es ist Wahnsinn, was es für erstaunliche Geschichten und Vorkommen gibt. Toll!

In dem Sinne 🙂

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Die Eiszeitterrasse in Koldingen

Auf dem Heimweg heute Abend juckte es immer noch in den Fingern. Ein weiterer EarthCache lag auf dem Weg, wenn nicht heute am Tag des EarthCaches, wann dann? Und so bog ich im halbdunklen noch mal ab in Richtung Koldingen.

GC24FK0 Eiszeitterrasse Schichtenmodell KoldingenBesucht wurde der EarthCache „GC24FK0 Eiszeitterasse„. In Koldingen handelt es sich wiedermal um ein eiszeitliches Vorkommen, ein heutiges Naturschutzgebiet. Vor ca. 300.000 Jahren während der Elster- bzw. Saalevereisungen entstanden die charakteristischen Eiszeitterrassen  im hiesigen Leinetal durch das Schmelzwasser. Eine Informationstafel über diese geologischen Verformungen beschreibt, dass mindestens drei verschiedene Flüsse in der Kaltzeit über die Fläche verliefen und die mitgeschliffenen Sedimente nach und nach die einzelnen Terrassen im Quartär, Pleistozän formten. Heute trifft man an der Kante noch auf Sand und Kies auf Leine-Innerste-Mittelterrasse unter dem Lösslehm.

Die Leine, die heute in Leinefelde entspringt und bis Eichsfeld fließt, liegt beispielsweise in der Niederterrasse.

Der EarthCache bezieht sich auf diese Informationstafel und im Listing befanden sich folgende Fragen:

  1. Wir hätten gern ein Foto von euch vor der Informationstafel zusammen mit dem Eisvogel.
  2. Aufgrund ihrer Höhenlage zur Talaue unterscheidet man 3 Terrassen. Finde diese Terrassenschichten in der Grafik und merke dir ihre Nummer. Sortiere diese Schichten nach ihrem Alter, beginnend mit der Ältesten.

Wer sich nicht nur mit den Bildern, sondern auch den Texten auf der Informationstafel beschäftigt findet schnell die Antworten und ein Foto mit dem kleinen Eisvogel ist ebenfalls schnell geschossen. Die Antworten ergeben eine E-Mail-Adresse, an die ich noch einmal die Lösungen geschickt habe. Und zack… kam eine automatisierte Antwort, dass alles richtig sei, und ich den EarthCache erfolgreich loggen kann! Toll!

Zwei weitere Stationen habe ich auf meinem Heimweg noch besucht: „GC50A63 Ein Blick nach Harkenbleck“ und „GC51566 Dreiviertel oder EINviertel?„. Grade beim letzten Cache war schon ein wenig Nervenkitzel dabei. Mitten an der B3 an einem absolut vollen Restaurant, an dem auch noch Muggel warteten. Doch zwischen den Autos meine ich, dass ich sehr ungestört loggen konnte.

Die beiden EarthCaches am heutigen Tag in Hannover und Koldingen waren sehr interessant und spannend! Der Internationale EarthCache Tag hat sich wirklich gelohnt!

In dem Sinne 🙂

 

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EarthCache: Ein Rapakiwi-Granit in Hannover

International EarthCache Day2014Heute ist es endlich soweit, der große internationale EarthCache Day 2014 ist am heutigen Sonntag, den 12. Oktober 2014. Wie ich schon in meinem Beitrag „Es ist wieder Earth Cache Zeit“ berichte, legt Geocaching.com am heutigen Tag den Fokus auf Earth Caches. Alle Geocacherinnen und Geocacher, die heute diesen besonderen Cache loggen erhalten ein weiteres einmaliges Souvenir.

Ich habe mir für heute den EarthCache „GC27ZQ5 Rapakiwi-Granit“ ausgesucht, und verbinde diesen Tag mit dem „EarthCache Virtual 5K Run„. Dieser Run ist ausgerufen von der „The Geological Society of America“ im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums der Earth Caches. Die Aufgabe ist, in den Tagen vom 03. Oktober bis 13. Oktober 2014 einen Earth Cache zu besuchen, allerdings müssen 5 Kilometer gelaufen, gewalkt oder per Fahrrad gemeistert werden. Der Earth Cache muss am Beginn der Distanz oder aber am Ende sein. Ich hätte euch gerne früher davon berichtet, allerdings bin ich selber erst gestern Abend darauf gestoßen. Ihr habt aber ja noch bis Morgen Zeit.

Also rein in die Klamotten, Schuhe an, Technik geschnappt und auf ging der Lauf, quer durch die „grüne Lunge Hannovers“, die Eilenriede in Richtung Rapakiwi. Die Eilenriede ist der ca. 640 Hektar große Stadtwald, überwiegend Laubbäume, von Hannover, der am südlichsten Punkt den Maschsee erreicht.

International Earth Cache Day - GC27ZQ5 Rapakiwi Hannover FindlingAn den Koordinaten angekommen, fiel sofort ein Hinweisschild auf, dass die verschiedenen sehenswerten Vorkommen in der näheren Umgebung aufzeigten. Unter anderem wurde der Findling erwähnt. Allerdings war der Findling nicht sofort zu entdecken. Ich suchte an den Koordinaten, nein. Aber auf dem Schild stand ein Hinweis: „Rund 100 Meter westlich vom „Heiligers Brunnen“ liegt ein Findling„. Und schwupps viel mein Blick nach einigen Schritten auf den weit gereisten Gesteinsbrocken.

Rapakiwi GranitDoch was ist eigentlich das für ein Gestein, das ich da gefunden habe? Was ist ein Rapakiwi? Dieses Gestein hat seinen Ursprung in Finnland, und somit ist auch sein Name finnisch und bedeutet übersetzt so viel wie „fauler Stein“. Denn betrachtet man diesen Granitstein genauer entdeckt man sogenannte Einsprenglinge, die in ungleichmäßigen Größen eingeschlossen sind. Sogenannte Ovoide.

International EarthCache Day - GC27ZQ5 Rapakiwi Hannover Souvenir erreichtDoch wie kommen solche Findlinge nach Deutschland? Während der Eiszeit befanden sich große Gletscher über Europa, und diese haben die Eigenschaft zu fließen. Durch diese langsame Bewegungen werden auch Gesteine und andere Vorkommen mitgeschliffen. Das bedeutet, dass auch dieser Findling schon eine Reise von über 1100 Kilometer hinter sich hat.

Um den Cache erfolgreich zu lösen, müssen natürlich auch einige Fragen beantwortet werden. So möchte „Die Familie mit Hund“ gerne wissen:

  • 1.  Aus welchen 4 Grundmassen besteht ein Rapakiwi- Granit und woher stammt er ?
  • 2. wann wurde der Stein hierher „transportiert“ ?
  • Ein Foto vom Stein kann ebenfalls mit ins Online-Logbuch.

Es ist immer wieder erstaunlich, welche kleinen Schätze sich fast vor der Haustür befinden, die man beim normalen Spazierengehen oftmals übersieht. Vielen Dank an diese besonderen Caches, die uns viel über unsere Heimat, unsere Geschichte und über unsere Erde mitteilen!

Auch danke für das nächste Souvenir in meiner Sammlung! Auf den nächsten EarthCache Day!

In dem Sinne 🙂

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Es ist wieder EarthCache Zeit

EarthCache Groundspeak (R)

Groundspeak hat vor einigen Tagen schon verkündet, dass an dem jetzt kommenden Sonntag wieder der „International EarthCache Day“ ist. Und zwar bekommen alle Cacherinnen und Cacher ein besonderes Souvenir, wenn sie am Sonntag, den 12. Oktober 2014, einen EarthCache finden, lösen und ihn natürlich auf Geocaching.com loggen. Laut dem Blogeintrag ist das besondere Souvenir nur an diesem Sonntag erhältlich. Also solltet ihr schon jetzt die Geocaching Karte zücken und mal durchstöbern, welche besonderen Punkte der Erde ihr besuchen möchtet.

Und zu entdecken gibt es vieles! Falls ihr noch nicht genau wisst, was ein Earth Cache ist, könnt ihr in meiner kleinen Infothek mal vorbeischauen. Auf der Seite „Cache-Arten“ stehen die vielfältigen Geocaches mal einfach zusammengefasst.

Wichtig ist zu wissen, dass Earth Caches virtuelle Geocaching Punkte sind, an denen keine Dosen versteckt sind. Oftmals besucht man einen spannenden, historischen, geologischen oder, oder oder Ort und hat im Listing verschiedene Aufgaben, die man vor Ort lösen muss.

Meinen ersten EarthCache fand ich letztes Jahr im Dezember: den „GC3H29K Dolomit am Thüster Berg„. Hier musste die Gesteinsfarbe bestimmt und ein experimenteller Versuch durchgeführt werden (Achtung, Geschmacksproben sind in diesem Fall nicht erlaubt). Weitere besondere Caches die ich bis jetzt gefunden habe sind: „GC1Z401 Der Giesener Wetterberg„, und der „GC28QWV Earthcache bei Sibbesse / Wellenmuster„. Doch einer der spannendsten EarthCaches war der erst kürzlich geloggte „GC3XK33 Entstehung eines Salzsattels„. Da es sich hierbei um einen geologischen aber auch geschichtlichen Cache handelt, der sich beim ehemaligen Bergwerk Mathildenhall befindet.

Jetzt aber fangt an zu planen… Enden möchte ich heute mit einem Zitat von Tucholsky, das den besonderen Sonntag am besten beschreibt.

In dem Sinne 🙂

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an. – Kurt Tucholsky

 

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