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All Is Lost

All is Lost QuarteragentDer US-amerikanische Film „All Is Lost“ mit dem einzigen Schauspieler Robert Redford erschien im Jahr 2013 und ist ein Drama von J.C. Chandor. Die Deutschlandpremiere in den Kinos erfolgte im Januar 2014.

Der Film „All Is Lost“ beginnt und zeigt einen Frachtcontainer, der alleine im Meer treibt. Man hört die Stimme eines Mannes, der Zeilen eines Abschiedsbriefes vorliest. Es kommt zu einer Rückblende, acht Tage zuvor, die die dramatische Geschichte eines Schiffbrüchigen zeigt.

Der Segler, Robert Redford, wacht in seinem Segelboot, der Virginia Jean, auf. Um ihn rum ist Wasser in das Boot eingetreten, da das Boot mit einem Frachtcontainer kollidiert ist. Zwar kann der Segler die Not durch Gewebeflicken und Harz entschärfen, allerdings hat das eingetretene Meerwasser die Boardelektronik zerstört. Auch sein Funkgerät sowie das Notebook funktionieren nicht mehr, sodass er per Funk kein SOS-Notruf mehr absetzen kann. Vor einem weiteren aufziehenden Sturm, versucht der Segler die Virginia Jean auf das Unwetter vorzubereiten. Bei diesem Unwetter gerät der Mann weiter in Seenot und kann sich nur knapp vor dem Ertrinken retten. Mit Hilfe von Treibanker kann er das Boot, trotz des Sturmes, etwas stabilisieren und versucht sich in der Kajüte zu verschanzen. Durch ein einen Sturz und dem Aufprall gegen eine Stele, wird der Protagonist ohnmächtig.

Auch wenn der Sturm bei seinem Aufwachen vorüber ist, ist der Kampf um das Überleben noch lange nicht überstanden…

„All Is Lost“ ist der zum ein monotoner und zum anderen ein sehr fesselnder, einsamer Kampf um das Überleben des Protagonisten. Gesprochen wird in diesem Film so gut wie gar nicht. Abgesehen von den wenigen Sätzen am Anfang, erreichen die Zuschauer/innen nur wenige Worte. Das einzige Wort, das den Zuschauern/innen einprägend begegnet ist das emotionale „Fuck“, das dem sonst sehr ruhigen und gefassten Segler entgleitet. Ohne eine Beschreibung, ohne eine Erklärung der Person erfährt man keine weiteren Details über den Protagonisten. Allein dieser wortlose Charakter des Filmes lässt das Gefallen der Zuschauer schon sehr polarisieren, sodass manche Zuschauer/innen ggf. sich weniger für den Segler interessieren.

Ich finde, dass „All Is Lost“ mit den teils sehr ruhigen Szenen den Überlebenskampf des Seglers sehr überzeugend darstellt. Durch die teils sehr leisen Inszenierungen und teils rauen Szenen kann man erkennen, dass der Mensch in manchen Situationen, so kontrolliert er auch ist, nicht mehr überhand über die Natur haben kann. Meiner Meinung nach ist schauspielerisch Robert Redford eine absolut tolle Leistung zuzuschreiben.

Auch wenn die teilweise abstrusen Vorkommen die Handlung etwas trüben, habe ich mich sehr unterhalten gefühlt. Bei weiterer Recherche sind viele kritische Stimmen aufgetaucht, die die Handlungen des Seglers als komplett falsch und hanebüchen darstellen. Zu diesen Details kann ich mich, aufgrund des Nicht-Wissens, nicht äußern.

Ich kann „All Is Lost“ dennoch empfehlen! Allein der Soundtrack wegen, hat dieser Film schon gewonnen.

In dem Sinne 🙂

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Veröffentlicht in: Filme & Serien

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