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District 9

District 9Nach dem ich mich vor wenigen Tagen mit dem Film Elysium beschäftigt habe, schaue ich mir heute, auf eure Empfehlung, den Film District 9 an. Der Film ist im Jahr 2009 erschienen und wurde produziert von Peter Jackson und Carolynne Cunningham. Regie führte Neill Blomkamp.

Die Handlung

Der Film kommt in einem Doku-Genre, dass die Erzählung durch gefilmte Interviews untermalt. Im Jahr 1982 wurde ein außerirdisches Raumschiff über Südafrika, Johannesburg, entdeckt. Eine große Anzahl an Außerirdischen landeten in Johannesburg und wurden von den Menschen in ein segregiertes District gesperrt. Das Disctrict 9, dass sich zu einem Slum entwickelt. Die Organisation Multi-National-United, kurz MNU, ist nur für das Zusammenleben und die Organisation des Districts gegründet wurden. Das Leben der Aliens in diesem abgesperrten Viertel ist als elendig einzustufen. Von den Erdbewohnern werden die Aliens als „Shrimps“ bezeichnet, dass von einigen Forschern als rassistisch gewertet wird. Das eigentliche Ziel der MNU ist die Beschaffung und Nutzung der außerirdischen Waffen. Doch bei der Erforschung stellt sich raus, dass diese nur mit der DNA der Aliens benutzt werden können. Bei der Untersuchung des Viertels werden die Außerirdischen immer sehr schlecht dargestellt und gedemütigt.

Da sich die Anzahl der Aliens immens ausbreitet, sieht die MNU keine andere Möglichkeit, als die Außerirdischen aus Johannesburg zu vertreiben, und in ein weiteres, größeres Lager, hunderte Kilometer außerhalb der Stadt umzusiedeln. Wikus Van De Merwe, gespielt von Sharlto Copley, ist der Leiter der Umsiedlung. Sein Ziel, die Außerirdischen friedlich aus District 9 in das neue Lager zu führen, unterstützen seine Kollegen nicht.

Bei einem Zwischenfall im District kommt es zu einem Unfall, bei dem sich Van De Merwe verletzt. Die Alien suchen nach einer ihrer mutagenen Flüssigkeiten, mit denen sie in einer Hütte experimentierten. Van De Merwe kam damit in Berührung. Nach und nach verändert sich der verwundete Arm in eine außerirdische Extremität, der ihm die Gabe gibt, die Waffen der Aliens zu bedienen. Die MNU versucht mit allen Mitteln die „Gabe“ zu erforschen und führt einige Tests durch, gegen den Willen Wikus‘. Wikus Van De Merwe muss fliehen. Die einzige Chance die ihm bleibt, ist im District 9 unterzutauchen.

Wikus trifft wieder auf Christopher, den Außerirdischen, der auf dem Schrottplatz nach der außerirdischen Flüssigkeit sucht. Wikus erfährt, dass diese Flüssigkeit Treibstoff sei, dass für einem Flugzeug dient, das unterhalb der Slumhütte versteckt ist. Christopher verspricht Wikus, dass er ihm helfen würde den Alienarm wieder zu entfernen, wenn er im Gegenzug die konfiszierte Flüssigkeit aus den Händen der MNU zurückbringt. Durch das Überlisten einer nigerianischen Waffenbande erringen sie außerirdische Waffen, mit denen Christopher und Wikus in die geheimen Labore der MNU eindringen, in denen an Aliens auf grausame Art und Weise experimentiert und geforscht wird.

Bei ihrer Rückkehr in das Elendsviertel kommt es dann zu einem riesen Gefecht zwischen den beiden, der nigerianischen Waffenbande und der Multi-National-United, bei denen die beiden festgenommen werden.

Wie es weitergeht im District 9? Das könnt ihr im Film sehen!

Fazit

Schon zu beginn des Filmes fällt einem die negative Haltung der Menschen gegenüber den Außerirdischen auf. Immer wieder werden die Aliens gedemütigt, vorgeführt, beleidigt und gequält. Wikus versucht noch mit netten Mitteln, die Außerirdischen aus ihrem segregierten Viertel in ein anderes umzusiedeln. Bei weiterer Recherche habe ich gelesen, dass der Handlungsort nicht zufällig gewählt wurde. In Anlehnung an die rassistische Apartheids-Politik der 70Ger Jahre in Südafrika steht der District 9 im direkten Bezug zum damaligen District 6, in der nur die weiße Bevölkerung leben durfte. Über 60.000 schwarze Menschen mussten damals ihre Häuser und ihre Heimat auf gewaltsame Art verlassen. Grade in diesem Bezug und für die Auseinandersetzung mit Rassismus und der stetig und aktuell brisanten Integrationsdebatte ist das ein gelungener Film.

District 9 hat einen höchst spannenden Plot und eine tolle Inszenierung. Grade das Mittel einer am Anfang dargestellten Real-Dokumentation, übermittelt eine sehr realistische Darstellung. Immer wieder hat man als Zuschauer/in das Gefühl mitten im Film zu stecken. Meines Erachtens ist District 9 ein sehr guter Film, der nicht nur durch eine gute Spannungskurve und tollen Action-Sequenzen brilliert, sondern auch noch ein wichtiges Thema behandelt.

Sage ich selten, aber District 9 kann einer meiner Lieblingsfilmen werden! – Also klare Filmempfehlung!

Weitere Filme und Serien findet ihr hier! 

In dem Sinne 🙂

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Elysium

Wie wird wohl das Jahr 2154 aussehen? Wird die Welt noch so bestehen wie wir sie heute kennen? Wohl kaum. Wenn wir überlegen, wie rasant die Technik heute fortschreitet, und wie viel in den letzten 140 Jahren passiert ist, möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie das künftige Leben aussehen wird. Elysium ist ein amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahre 2013, produziert von Simon Kinberg, Regie und Drehbuch Neill Blomkamp.

Der Film beginnt und wir sehen die Erde wie sie sich zu einer heruntergekommenen, überbevölkerten Produktionsstätte entwickelt hat, die für die arme, leidende Bevölkerung steht. Es gibt nichts Schönes mehr an ihr, sie dient nur noch als Produktionsstandort für die Reichen und Schönen. Diese besser gestellte Klasse bewohnt die Erde nicht mehr, sondern hat sich auf die Raumstation „Elysium“ zurückgezogen. Die Erdbevölkerung kann von einem Leben mit neuester Technologie und ohne Sorgen nur träumen. Auf Flüchtlingsschiffen (Raumschiffen) versuchen immer wieder Menschen von dem Blauen Planeten zu den Privilegierten zu gelangen. Meistens werden diese Raumschiffe abgeschossen, und falls doch mal Flüchtlinge Elysium erreichen, werden sie sofort zur Erde zurücktransportiert. Die Ministerin Delacourt, gespielt von Jodie Foster, möchte die heile Welt von Elysium von den Sorgen und Nöten der Erdbewohner freihalten und bekräftigt diese Flüchtlingspolitik stetig.

ElysiumMax Da Costa, Matt Damon, ist ein Waisenjunge der Erde und hat schon einige Strafen in seinem Leben begannen. Er versucht ein normales Leben aufzubauen, jenseits seiner illegalen Tätigkeiten, und arbeitet in einer Produktionsfirma die Roboter herstellt. In dieser kommt es auch zu einem Arbeitsunfall, der Da Costa radioaktiv verstrahlen lässt. Eine Untersuchung ergibt, dass er nur noch fünf Tage zu leben habe und durch Medikamente in diesen Tagen stabilisiert wird. Nach diesem Vorfall wird er fristlos entlassen. Die einzige Chance zu überleben ist eine Reise nach Elysium, da dort spezielle medizinische Technologie die Verstrahlung löschen könnte. Max Da Costa bleibt keine Wahl und kontaktiert Spider, Wagner Moura, der die illegalen Reisen auf den Flüchtlingsschiffen organisiert. Spider willigt ein ihn nach Elysium zu fliegen, unter der Voraussetzung, dass Da Costa vorher geheime Daten von einem Privilegierten aus dem Gehirn klaut. Bei einem Überfall an dem Manager der Roboterfirma gelingt es Max die Daten zu transferieren, bevor der Manager stirbt.

Neben weiteren geheimen Informationen und Zugängen wurde auch ein Programm übertragen, dass die Ministerin Delacourt zur Wahl als Präsidenten nutzen wollte. Auf Elysium wurde dieser Überfall bemerkt und der geheime Schläfer Kruger, gespielt von Sharlto Copley, wurde auf Da Costa angesetzt. Kruger nimmt Frey und ihre Tochter, eine Krankenschwester und enge Vertraute Da Costas, gefangen um ihn so unter Druck zu setzen. Max hat keine Chance allein nach Elysium zu gelangen und nutzt die Chance sich gefangen nehmen zu lassen um als Gefangener auf die Raumstation zu gelangen. Während des Fluges gelingt es Da Costa das Raumschiff abstürzen zu lassen, sodass Max, Frey und ihre Tochter fliehen können.

Wie es weiter geht? Das seht ihr am besten selber im Film! Ich will euch ja nicht die ganze Spannung des Filmes nehmen.

Ich muss sagen, dass der Film visuell, ich habe ihn auf Blue Ray angeschaut, einiges zu bieten hat. Auch die Geschichte hinter der armen Erdbevölkerung und der privilegierten Elite auf der Raumstation Elysium hat einige Spannungsfaktoren. Grade da niemand weiß, wie die Zukunft aussieht, und man schon heute vor der Angst der Überbevölkerung und dem eventuellen Zusammenbruch sozialer Systeme spricht, hat der Film den Charakter, dass eine solche Zukunft eintreten könnte. Leider verliert der Film im Verlauf immer mehr an dieser tiefgründigen Aussage und geht über in ein actiongeladenes Schussfeuerwerk. Ich habe mir mehr Story als High-Tech-Waffen, sowie Tod und wieder Aufstehen gewünscht. Ich bin mir auch nicht sicher, ob etwas mehr Spiellänge, und dadurch mehr Story oder mehr Action, den Film verbessert hätten. Für Freunde des Science-Fiction-Genres ist es mit Sicherheit ein unterhaltsamer Film, mit klasse, authentischen Schauspielern und sehr guten Kulissen bzw. Animationen.

Alles in allem ist es ein sehr kurzweiliger Film, der vielleicht auch gar nicht den Anspruch erheben wollte, tiefgründige Aussagen zu transportieren.

Weitere Filmkritiken oder Serienempfehlungen findet ihr regelmäßig in meinem Blog oder auf dieser Übersichtsseite. Da bei Elysium oftmals der Vergleich zu dem Film „District 9“ herangezogen wird, werde ich diesen Film mal in meine Wunschliste aufnehmen.

In dem Sinne 🙂

Der Trailer wurde von MOVIECLIPS Trailers am 11.04.2013 auf Youtube.com veröffentlicht.

 

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