Posts Tagged Brennnesseln

Das Listing im Blick

Wer kennt das nicht, man hat spontan Lust, ein bis zwei Geocaches zu suchen liest sich das Listing durch, allerdings übersieht die Schwierigkeit- und Geländewertungen.

Heute bin ich fast mal wieder an mir selber gescheitert. Ich habe mir die schönen Mysterys „GC2WEZ6 Buchstabensalat“ und „GC2GCQD Judy“ vorgenommen. Zu Hause habe ich mich vorher in Ruhe an die Listings gesetzt und die Lösungen erarbeitet, beide sind wirklich niedliche kleine Aufgaben, die auch für Kinder geeignet sind. Also Mysterys gelöst und Koordinaten aufgeschrieben.

Das Listing und die D-T-Wertungen lesenUnd schon ging es los zur ersten Station: Judy. An den gelösten Koordinaten schaute ich mich um, doch ich fand nichts. Drehte Stöcker, Steine, Tannenzapfen um und krabbelte ins nasse Gebüsch. Ich fand einfach keinen Cache. Ich bin die Lösung noch einmal durchgegangen. Es muss einfach alles richtig sein. Noch mal geguckt, den Radius etwas vergrößert – nichts. Was tut man also? Genau schaut in die letzten Logs, um da eventuell einen Tipp zu erfahren. Und hier kommt meine Blindheit auf. Ich schaute auf das Datum des letzten Logs und sah: 28. Juni 2014. Dann wird der Cache wohl weg sein. Schade. Im Auto ging ich noch mal die ganze Aufgabe von Anfang an durch. Es kann nur so sein, dann entdeckte ich den Geochecker. Koordinaten eingegeben: FALSCH. Klasse. Ich gab auf und zog weiter in Richtung der gelösten Koordinaten vom Buchstabensalat.

Nach etwas nasser Stapferei durch tiefe Brennnesselwälder konnte ich diesen kleinen Cache schnell finden und loggen.

Immer noch ärgerte ich mich über Judy. Das kann nicht sein. Ich fahre noch mal hin. So einfach darf man nicht aufgeben. Ich öffnete die letzten Logs noch einmal auf meinem Garmin und was sehe ich? „Vor Ort war der Kletterbaum auch fix ausgemacht“, oder „Vor Ort kurz geklettert und geloggt“. Schnell überprüfte ich die D/T- Wertung und die Attribute im Listing und siehe da: der erste Blick von mir traf ihn. Die Judy, den Cache. Und wenn ich ehrlich sein soll, es passt natürlich. Die Judy wurde meine persönliche Nummer 436! Die Koordinaten lagen in der Tat etwas abseits, allerdings wüsste ich nicht, wie ich auf die anderen kommen sollte. Egal. Das Suchen hat dennoch Spaß gemacht und man freut sich mehr, als wenn man nach 5 Sekunden den Cache in den Händen hält.

Also mehr Konzentration und vor allem genaues lesen der Listings und Wertungen, dafür sind sie schließlich da und dafür geben sich die Owner, meistens jedenfalls, richtig mühe.

In dem Sinne 🙂

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Drei Zecken für ein Halleluja

Das kann doch nicht wahr sein. Seit Februar 2013 bin ich bei Geocaching.com angemeldet. Seit Oktober 2013 bin ich aktives Mitglied und habe meinen ersten Cache gefunden. Nie ist etwas passiert, immer ging alles gut. Gut, einige kleine Kratzer an den Beinen oder des Öfteren kleine Rötungen von Brennnesseln, die möchte ich nicht verschweigen. Aber das sind alles natürliche Souvenirs, die ein Geocacher so einsammelt. Seit Sonntagabend allerdings kann ich ein weiteres Souvenir mein Eigen nenne. Nach meiner schönen Tour durch den Hildesheimer Wald, den Mysterys, den Tradis, und dem EarthCache kam ich geschafft aber glücklich nach Hause. Einige Stunden später fiel mir beim Duschen ein Mitreisender auf. Allerdings war es kein Trackable, den ich vergessen habe zu loggen, sondern eine Zecke an meinem Fußknöchel. Sie war sehr klein und ich musste schon ganz genau hinschauen, um sie überhaupt als Zecke zu identifizieren. Zu erst hielt ich das Tierchen für einfach festsitzenden Dreck.

ZeckeNach dem ich die Zecke entfernt hatte, suchte ich mich ab und war ziemlich froh, als ich keine weiteren Biester entdeckt habe. Schnell habe ich noch mal im Internet nachgelesen, wie man die Zecken entfernen muss, ob es irgendwelche Tipps gibt, grade was auch die Desinfektion betrifft. Ich hatte schon befürchtet, dass ich besser einen Arzt aufsuchen sollte. Doch die Informationsseiten schilderten, dass man erst mal abwarten solle und die Stelle des Zeckenstichs beobachten muss. Wenn die Stelle sich verhärtet, errötet oder anfängt zu schmerzen, muss ein Arzt aufgesucht werden.

Ich hatte schon vor einiger Zeit, ich schätze es war 2002, mal eine Zecke gehabt. Damals habe ich auch keine Veränderung an der Stichstelle bemerkt, allerdings kam es wenig später zu „neurologischen“ Problemen. Bis heute weiß man nicht, ob es wirklich mit der Zecke in Zusammenhang stand, allerdings wurde ich für den Fall einer Borreliose behandelt und habe Unmengen an Medizin in die Adern gepumpt bekommen.

Naja, wirklich beruhigt war ich nach den ganzen Tipps also nicht. Zu all dem Übel fand ich heute Mittag eine weitere, etwas größere Zecke. Kaum zu Hause angekommen wurde der Impfpass rausgekramt, ich war doch mal gegen FSME geimpft. Hmm… beunruhigend, dass auf dem Impfpass schon eine Notiz meines Arztes haftete, „FSME Auffrischung, wenn gewünscht.“ Die letzte Impfung ist schon 11 Jahre her, genauer gesagt 2003. Nun gut. Um diese Biestergeschichte zu komplettieren, fand ich heute Abend das Ungetüm Nummer 3!

Ein Jahr streife ich durch Wiesen, Wälder, Felder, auf der Suche nach Dosen und an nur einem Wochenende bringe ich DREI Zecken mit nach Hause. Ich frage: tut sowas Not? Nein, tut es nicht.

In dem Sinne 🙁

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Das Rätsel des Muschelkalks EarthCache

Gestern Abend hatte ich schon berichtet, dass ich mich heute Morgen auf den Weg machen wollte, weitere Caches zu besuchen. Unter anderem stand heute der EarthCacheGC28QWV Earthcache bei Sibbesse / Wellenmuster„, sowie ein Tradi und ein Start-Ziel-Multi-Cache auf meiner To-Do Liste.

Falls ihr nicht wisst, was die unterschiedlichen Arten von Geocaches ausmachen, habe ich hier noch mal eine kleine Übersicht.

Kurze HoseKaum hatte der Wecker heute Morgen geklingelt, machte ich mich auf und fuhr nach Sibbesse. An den Koordinaten N 52° 03.561′ E 009° 53.981′ angekommen zückte ich meinen Zettel und mein Smartphone und begann das Multi-Cache-Rätsel „GC2D207 Die verflixte 13“ zu lösen, um an meine Zielkoordinaten zu gelangen. Ich denke allerdings, dass ich noch nicht ganz wach war. Oder meine Konzentration war noch nicht ganz fokussiert, sodass ich nach dem ersten Lösen eine Zielkoordinate bekam, die vom tatsächlichen Final, Luftlinie, ca. 900 Meter entfernt lag. Dort angekommen war klar, dass es hier nicht sein konnte. Leicht verärgert über mich selber, dass ich nicht mal ein Foto vom Rätsel machte, stiefelte ich zu den Startkoordinaten zurück, ging noch mal jeden Schritt durch und sah schon meine Fehler. So war klar, dass das Finale nur an einer Stelle sein kann (übrigens genau in der anderen Himmelsrichtung gelegen als mein erstes Ergebnis.  Vor Ort angekommen war die ungefähre Lage zwar klar, nur das Erreichen war noch etwas problematisch. Hohe Brennnesseln und Disteln freuten sich auf meine Beine. Man muss ja zum Cache auch unbedingt kurze Hosen bevorzugen. Die Alternative ging durch einen Tümpel, doch dafür waren auch die Schuhe nicht wasserdicht genug. Na gut, Augen zu, Luft anhalten und rein in das Kraut! Wenigstens hat es sich gelohnt. Der nächste Multi-Cache steht in meinem Logbuch und nicht nur das: „Die verflixte 13“ schenkte mir auch mein nächstes Souvenir aus der Aktion „The 7 Souvenirs of August“ und zwar: Den Sightseer!

Meine nächste Station lag auf dem Fußweg zum EarthCache. Den Tradi-Cache „GC3HPR0 Blase Kreis“ wollte ich schon vor einigen Monaten loggen, allerdings hatte ich damals die Karte nicht richtig ausgewertet und landete nur wenige Meter vom Cache entfernt….. auf der anderen Seite einer ICE Trasse…. Somit habe ich heute der Blase Kreis einen Besuch abgestattet und konnte nicht nur diesen Cache loggen, sondern auch einige „weiße Monster“ in einer unheimlichen Geschwindigkeit an mir vorbeiziehen sehen. Kaum hab ich diesen geloggt gehabt ging es auch schon weiter zum Highlight des Tages: dem EarthCache.

Es fehlten nur noch ca. 350 Meter, als ich schon eine „Cacherautobahn“ neben der Strecke entdeckte, und mir dachte, es kann nur diesen Weg entlang gehen. Und schwupps stand ich mitten vor einem riesen Profil von Muschelkalk. Es wurde entdeckt und freigelegt, als die schon angesprochene ICE Trasse zwischen Hannover und Würzburg gebaut wurde. Es ist immer wieder spannend, was man alles in der nahen Heimat entdecken kann. Klasse! Zu einem EarthCache gehören auch immer einige Aufgaben dazu, da vor Ort kein physischer Cache versteckt wird.

  1. Nenne mir die Tiergruppe, zu der die Seelilie gehört!EarthCache Muschelkalk
  2. Obere und Untere Muschelkalk liegen in welcher Zeitepoche?
  3. Nenne mir die drei Zeitepochen des Mesozoikum!
  4. Miss die ungefähre Länge vom freigelegten Rippelfeld aus?
  5. Optional setze bitte noch ein Bild vor Ort in den Log.

Damit auch wirklich alle Geocacher/innen sich solch spannende Orte anschauen, werde ich natürlich die Antworten nicht vorgeben und möchte euch wirklich EarthCaches empfehlen! Man lernt einiges dazu und man entdeckt die Heimat mit ganz anderen Blickenwinkeln. Hier macht es Spaß auch ein wenig zu verweilen und diese „Gesteinswand“ genauer zu untersuchen, die vor über 66 Millionen Jahren entstand!

Sieben Souvenirs im AugustIch freue mich, endlich diesen besonderen Geocache – EarthCache gesehen zu haben und freue mich auch, ein weiteres „Souvenir“ durch den Muschelkalk erlangt zu haben: „Den Nature Lover„. Somit stehen nun 4 Souvernirs auf meiner Liste. Mein eigenes Versprechen von gestern Abend: CHECK!

Weitere EarthCaches die schon auf meiner Liste stehen sind:

Kleine aber sehr tolle Runde! Aber Sibbesse… ich komme wieder, da fehlen noch einige Caches 😉

In dem Sinne 🙂

Veröffentlicht in: Geocaching

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