Schleuse Anderten – Hindenburgschleuse

Schleuse Anderten Mittellandkanal HindenburgschleuseDurch das Geocaching kommt man immer wieder an besondere Orte. Am vorletzten Wochenende sind OceanSea und ich zu einem Cache gefahren, der in unmittelbarer Nähe zum Mittellandkanal und zu einer Schleuse liegt: der Schleuse Anderten, auch bekannt unter dem Namen Hindenburgschleuse.

Die Schleuse befindet sich im Süd/Osten von Hannover und liegt in Anderten. Bereits 1919 begannen die ersten Erdarbeiten und Vorbereitungen für den Schleusenbau. 1924 begannen die Bauarbeiten. 1928 wurde die Schleuse vom damaligen Reichspräsidenten von Hindenburg eröffnet, das erklärt auch den Namen. Zur Zeit der Eröffnung war sie die größte Binnenschleuse in Europa. Auch heute ist sie noch die größte Schleuse am Mittellandkanal. Betrieben wird die Schleuse Anderten vom Wasser- und Schifffahrtsamt Braunschweig. Die zwei Schleusenkammern (Ost- und Westkammer) haben eine Länge von ca. 214 Meter und eine Breite von 12 Metern. Damit die Schiffe weiter auf dem Mittellandkanal schippern können, müssen sie einen Höhenunterschied von ca. 14,7 Meter überwinden.

Für die Schließung der Tore werden 86 Tonnen schwere Hubtore im Unterwasser und 20 Tonnen schwere Klapptore im Oberwasser genutzt. Die Schleuse Anderten ist eine Sparschleuse, das heißt, dass beim Schleusen ca. 75 Prozent des Wassers in 50 Sparbecken neben den Schleusenkammern gepumpt wird. Diese Becken sind stockwerkartig neben den Kammern angeordnet.

Ein Schleusenvorgang dauert in etwas 15 Minuten und es werden ca. 40.000m³ Wasser benötigt. Laut Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, sind die baulichen Gegebenheiten der Schleuse Anderten auch heute noch optimal, um selbst den zukünftigen Schifffahrtsverkehr zu genügen.

Rund um die Uhr, also 24 Stunden am Tag, ist die Schleuse in Betrieb, sodass laut der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes pro Jahr ca. 17.000 Schiffe und 11 Millionen Gütertonnen die Schleuse Anderten passieren. Ein Durchgang, mit Ein- und Ausfahrt der Schiffe, dauert in etwas 25 Minuten.

Gesteuert werden beide Schleusenkammern von der Leitzentrale Anderten (ehemalig die Fernbedienzentrale Anderten). Ebenfalls werden von hier aus die Schleusen in Linden und Bolzum fernbedient.

Schon bei der Anzahl an Schleusengängen ist es fast unmöglich, keinen Vorgang zu erwischen. Auch wir haben gespannt darauf gewartet, als das erste Schiff einfuhr, wie schnell ein solcher „Fahrstuhl“ funktioniert. Trotz eiskalter Hände und Finger, haben wir einige kleine Aufnahmen unseres Besuches festhalten können! Da ein Teil des Videomaterials noch fehlt, ich danke Apple :), hier schon mal ein Ausschnitt.

In dem Sinne 🙂

Veröffentlicht in: Traveling

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