Was ist eigentlich Munzee?

Schon öfters bin ich mit den kleinen QR Aufklebern in Kontakt gekommen. Doch bis jetzt habe ich mir immer gesagt, das ist ein anderes Spiel, das brauch ich nicht. Doch da teilweise die QR Codes auch in den Geocaches versteckt sind, hat es mich nun doch gereizt mal einen solchen Munzee Code zu scannen.

Doch was ist das jetzt eigentlich?

Munzee QR CodeDer Begriff Munzee ist von dem deutschen Wort Münze abgeleitet und soll auch ebenso ausgesprochen werden. Laut Internetauftritt gibt es die Idee hinter dieser QR Code Jagd seit 2008, doch durch die späte Entwicklung der Smartphones und der Lesbarkeit der Codes kam es erst 2011 auf den Markt.
Vom Prinzip her ist diese Jagd genauso angelegt, wie die Suche nach Geocaches. Allerdings findet man an den Verstecken keine Dosen, die Munzees bestehen aus Aufklebern, die an verschiedenen Orten aufgeklebt werden. Diese Orte werden dann genauso als Koordinaten auf der Internetplattform eingegeben. Wenn ich mich nun auf die Suche mache, starte ich meine Smartphone App und kann mir die verschiedenen Codes auf einer Karte anzeigen lassen. Sobald ich einen Code entdeckt habe, kann ich diesen mit der App scannen und erhalte für den Fund, genauso wie der Verstecker, Punkte. Nach dem „Capturen“ (dem Scannen eines Codes) kann man bei Bedarf einen Kommentar hinterlassen.

Wer ebenfalls aktiv kleine Verstecke aufbauen möchte, kann sich eigene Codes generieren, oder aber, ähnlich wie bei den Trackables von Groundspeak, fertige und vor allem wetterfeste Codes direkt bestellen.
Was die Verstecke angeht… Ich habe wenig Erfahrung, das muss man dazu sagen, aber alle Munzees die ich bis jetzt gefunden und gescannt habe, haben sich an Laternenpfosten oder an Stromkästen befunden. Im Gegenzug zum Geocachen habe ich persönlich nicht das Gefühl, dass ich zu besonderen Orten geführt werde. Aber vielleicht ist das auch gar nicht das Ziel.

Doch neben den einfachen Codes gibt es auch hier Unterschiede. Hier stelle ich euch kurz einige vor:

  • Normal: Einfacher QR Code – 5 Punkte
  • Mystery: Normal Munzee, allerdings nur im Webstore erhältlich – zw. 5 und 50 Punkte
  • Virtual: Keinen QR Code, man loggt, in dem man sich innerhalb eines Koordinatenumkreises befindet. – 5 Punkte
  • Business: Werbe-Code, kann nur einmal am Tag der Tag gefunden werden kann – 1 Punkt
  • NFC: Das Loggen eines NFC Codes (Nahfeldkommunikation) – 5 Punkte

Laut stets aktueller Internetseite, wurden seit dem 1. Juli 2011 32,149,463 Munzees eingelesen. (Stand 22.10.2014 19:18h).

Was halte ich nun von dem Spiel?

Ich muss sagen, dass das Spiel, nach dem man die Applikation auf das Handy geladen hat, schnell und unkompliziert zu starten ist. Eine kurze Registrierung und man hat Zugriff auf die Datenbank der kleinen Codes. Für Einsteiger/innen recht einfach, da auch die Codes, laut meiner persönlichen Erfahrung, einfach zu finden sind. Der Einstieg in diese Schnitzeljagd macht es also den Usern/innen ziemlich einfach.

Munzee Karte

Munzee Kartenausschnitte (R) bei Munzee.com

Was positiv aber auch negativ ausgelegt werden kann, ist die Abstandsregelung. Bei Geocaching.com ist sie ziemlich rigoros. Der Mindestabstand zweier physikalischer Caches liegt bei 0,1 Meile (sprich 160 Metern), sodass man sich das eine oder andere Mal schon ein wenig ärgert. Bei Munzee allerdings können die Tags alle 16 Meter aufgeklebt werden. Das zeigt sich auch schnell auf der Karte. Allein in meinem Testbereich finde ich eine Masse an Codes. Mich selber brachten diese kleinen Aufkleber also von Laterne zu Laterne, allerdings nicht zu einem besonderen Ort. Eigentlich konnte ich an fast an jedem zweiten Laternenpfahl stehen bleiben. Aber gerade das macht glaub ich auch Munzee aus. Die Punkte – das Gaming – der Wettbewerb. Hier steht weniger der Weg, wie beim Cachen, im Vordergrund, sondern das Leveln und das Punkten. Die Nutzer/innen möchten schnell immer mehr Punkte erreichen. Und durch besondere Codes, wie Mystery Munzees, erhält man bei Glück sogar bis zu 50 Punkte. Diese Codes müssen allerdings über den Anbieter direkt erworben werden. Bei Groundspeak beispielsweise kosten die Trackables auch Geld, die eigentliche Auslegung von diversen Geocaches ist allerdings kostenfrei.

Meine persönliche Meinung ist, dass ich die Idee hinter diesem Spiel recht interessant finde. Aber mich sprechen die Fülle an Codes und das Leveln persönlich nicht an. Auch die Kommentarfunktion nach dem Capturen eines Munzees reizt mich schon nicht. Mal ungefähr wiedergegeben: „Hurra Du hast geloggt, willst du noch was sagen?“ Ähm nein, geht ja auch so und weiter geht die Reise.

Wie auch schon die Entwickler mitteilen, ist das ein Spiel für Grostädte, hingegen Geocaching den Blick auf die Natur wirft.

Ich für mich werde nicht gleich mit Munzee abschließen, einen gewissen Reiz hat das „schnelle Gaming Prinzip“. Ich werde mir mal einige Tage das Spiel weiter anschauen, Munzees loggen und von meinen Erfahrungen berichten!

In dem Sinne :)

 

Veröffentlicht in: Geocaching

Hinterlasse einen Kommentar (0) ↓

Hinterlasse einen Kommentar

*