Geomorphologie Geocaching Earth Cache Quarteragent InfothektGeomorphologie. Einige fragen sich sicherlich: „Was ist Geomorphologie und warum finde ich diese Wissenschaft hier auf dieser Seite?

Die Erklärung ist recht einfach. Naja, jedenfalls, warum ihr gerade auf Quarteragent.de darauf stoßt. Zum einen bin ich Geograf und bin in meinem Studium und teilweise in der beruflichen Laufbahn mit der Geomorphologie in Kontakt getreten zum anderen finde ich die verschiedensten Formungs- und Entstehungsprozesse der Erdoberfläche ziemlich spannend.

Warum möchte ich euch nach und nach hier eine kleine „geomorphologische Infothek“ anbieten?

Einige Leser/innen und Geocacher/innen von euch besuchen regelmäßig meinen Blog und stoßen des Öfteren auf Beiträge über „Earth Caches„. Diese Art des Geocachens führt die Suchenden zu ganz besonderen Orten in der Erdgeschichte. Vor Ort können die Geocacher/innen die Entstehung und Formungsprozesse der örtlichen Umgebung sehen, anfassen, und vor allem verstehen. Die Listings dieser Earth Caches beinhalten meistens einige Erklärungen zu den unterschiedlichen Prozessen und an den Koordinaten kann man dann durch Versuche, Beschreibungen, Erkundungen die Texte verstehen. Für mich sind die Earth Caches mit die spannendsten Caches, die das Geocaching zu bieten hat.

Da die Listingtexte oftmals schwer zu verstehen sind, aber auch oftmals Recherche-Arbeit zur Lösung eines solchen Caches gehört, möchte ich euch verschiedene Prozesse einfach und schematisch vorstellen und erklären. Das heißt nicht, dass hier Lösungen zu expliziten Earth Caches angeboten werden.

Was ist Geomorphologie?

Die Geomorphologie beschäftigt sich mit der festen Erdoberfläche, dem Relief. Der Fokus liegt hierbei auf Forschungen und Beschreibungen der Strukturen, der Eigenschaften und der Prozesse, die an der Erdoberfläche und in der nahegelegenen Erdoberfläche auftreten. Jeder weiß, dass die Erde rund ist, doch klar ist auch, dass die Erde nicht glatt wie ein Ball um die Sonne kreist, sondern durch unterschiedliche Höhen und Tiefen charakterisiert ist. Einige Beispiele wären zum einen die tiefste Stelle der Weltmeere, der Mariannengraben (ca. 11.034 Meter tief) oder der höchste Berg auf dem Festland, der Mount Everest (ca. 8.848 Meter hoch).

Doch rein die Beschreibung der Oberfläche zeigt zwar die Vielfältigkeit der Erdoberfläche auf, sagt aber noch wenig über die Formungsprozesse. Um die zu erfahren muss man weiter ins Erdinnere schauen.

Endogene Prozesse

Durch den Ausgleich des Energie- und Massehaushalts der Erde verändert sich in jedem Moment die Erde, der Haushalt beleibt jedoch gleich. Dieses kann recht simpel erklärt werden: Tritt auf der einen Seite Lavagestein aus oder hebt sich die Erdoberfläche stetig an, gibt es an einem anderen Teil der Erde den genauen Gegeneffekt: Die Erdoberfläche senkt sich ab und Gesteine verschwinden im Erdinneren. Man nennt diese Veränderungen tektonische Prozesse.

Diese Verformungen der Erdoberfläche werden aus dem Inneren der Erde „gesteuert“ und werden mit dem Begriff „endogene Prozesse“ bezeichnet. Die Vorkommen und die Struktur der Gesteinsschichten werden als Strukturform definiert.

Exogene Prozesse

IGeocaching Geomorphologie Infothekm Gegenzug zu den endogenen Prozessen stehen die exogenen Prozesse, also Prozesse, die von außen gesteuert werden. Diese Vorgänge entstehen durch die Bewegungen von Wind, Wasser und Eis. Durch die hier auf der Erde herrschende Schwerkraft von 9,81 m/s², fließen, rutschen oder rollen alle beweglichen Gesteine oder andere Gegenstände von einem höheren Ort auf der Erde zu einem niedrigeren. Durch diese Erdanziehungskraft wird ein natürlicher Ausgleich geschaffen, die verschiedenen Höhenunterschiede anzupassen.

Ein Beispiel für die Bewegung der Winde wäre durch die unterschiedliche Energiezufuhr der Sonne auf die Erde zu erklären. Da sie nicht die ganze Erde gleichzeitig erwärmt, entstehen Ausgleichswinde, die über unsere Planeten zirkulieren.

Durch beispielsweise diese Windbewegungen werden kleine Gesteinsbrocken vom Berg herabgetragen, die nach und nach den Berg formen. Die verschiedenen Prozesse werden wie folgt bezeichnet:

  • Wasser = fluviale Formungen
  • Wind = äolische Formungen
  • Eis (Gletscher) = glaziale Formungen

Im Gegensatz zu den endogenen Strukturformen, nennt man diese äußeren Verformungen und Verwitterungen Skulpturformen.

Diese erste Definition der Geomorphologie und die ersten Grundlage sollten als Informationen erst mal reichen. Denn ansonsten steigen wir schon direkt in die verschiedenen Themen ein.

Was erwartet mich jetzt in der Infothek?

Die  Geomorphologie Infothek soll nach und nach ausgebaut werden. Angefangen von den schon aus dem Blog bekannten Prozessen der Halokinese bis hin zur euren Wunschthemen soll alles dabei sein. Grade wenn ihr Fragen oder gerne eine Erklärung zu bestimmten Verformungsprozessen habt, könnt ihr euch gerne an mich wenden. Auch wenn ihr euch für ein bestimmtest Thema interresiert und gerne einen Text veröffentlichen möchtet, habt ihr hier die Möglichkeit eure Beiträge zu veröffentlichen.

Gemeinsam beschreiben wir unsere Erde!