Der Cache ist tot es lebe der Cache!

Was war denn das gerade für ein Trubel? Ein regelrechter Aufruhr schlug mir entgegen, als ich mal wieder durch die Geocachingwelt surfte. Auf Twitter allein bekam ich Hunderte Hinweise mit meinem verlinkten Foto einer Reviewer Note. Aber mal ganz ruhig und auf Anfang. Was war eigentlich los? Wer streitet sich denn schon um einen Cache? Und was wurde denn nun falsch Reviewer Note Geocache GC5CBZDgemacht? Oder war eigentlich gar nichts groß passiert?

Die zum Teil bösen, manchmal lustigen Tweets die mich erreichten beziehen sich auf den aktuell disableten Multi-Cache „GC5CBZD CoinFather„. Laut einer WriteNote des Owners T-Roll, bat er den Reviewer um Hilfe zur Anpassung bzw. Einstellung neuer Koordinaten vor dem Finale. Durch diese Bitte wurde der Reviewer auf die Logs aufmerksam und teilte den Geocacher/innen einen Hinweis mit, der ziemlich umstritten ist.

Er teilt mit, dass Geocacher/innen nur online bei Geocaching.com loggen dürfen, sofern sie sich auch in der realen Welt in das vorhandene Logbuch eingetragen haben, so sei die Regel. Auch wenn das physische Logbuch abhandengekommen sei, man als Geocacher/in zum Beispiel ein Fotolog einreichen möchte, ginge das nicht. „Wenn auf Grund unglücklicher Umstände Cache und/oder Logbuch gemuggelt wurden, kann man sich vor Ort nicht eintragen. Logischerweise darf man dann auch nicht online loggen, der Cacheowner ist gar nicht dazu berechtigt, eine „Logfreigabe“ zu erteilen, er hat diese Kompetenz nicht, denn sie würde ihn über die Groundspeak Regeln stellen, was nicht sein kann.“  (Auszug Reviewer Note von James Bond, 25.01.2015).

Soweit ist noch alles verständlich, wenn auch etwas sehr strikt. Der folgende Tipp des Reviewers ließ jedoch die Geocachingwelt aufschrecken. Er sagt, dass „clevere und erfahrene Cacher“ eigene Filmdosen mit Logbüchern parat haben sollen, die man im Falle auch auslegen kann. Wenn, so der Reviewer, das Cacheversteck klar und eindeutig ist, solle man die eigene Dose dort einfach auslegen und loggen. Bitte was? Er selbst postet zwar in seiner Funktion als offizieller, ehrenamtlicher Reviewer von Groundspeak, hält aber diesen, sagen wir mal, speziellen Tipp als seinen eigenen kleinen Rat.

Leider ist die Sache nicht so einfach. Clevere und erfahrene Geocacher/innen haben sich sicherlich schon oft über ein Versteck geärgert, dass entweder nicht gefunden oder inzwischen gemuggelt wurde. Doch kommen sie sicherlich nicht auf die Idee bei jedem DNF, did not find, eine Ersatzdose auszulegen. Besonders bei Caches mit höherer D-Wertung kommen wir ja somit schnell auf einige Dosen im nahen Umkreis des eigentlichen Caches. Die Funktionen „DNF“ oder „Needs Maintenance“ (Wartung wird benötigt) sind ja schließlich nicht umsonst da.

DNF Pride Hildesheimer Wald Geocaching (R)+Ich persönlich bin schon des Öfteren etwas bedröppelt vom Suchen zurückgekommen, geknickt, weil ich nichts gefunden hatte und aufgeben musste. Das heißt nicht, dass der Cache für immer unlösbar ist. Meist werden, bei einem Mystery zum Beispiel, alle Aufgaben, Rätsel, Zahlen und Buchstaben noch einmal überprüft. Wenn ich dann, nach erneuter Suche, wieder nichts finde, frage ich auch mal nett bei dem/der Cacheowner/in nach und hole mir Tipps oder Hinweise. Wenn ich mir über den genauen Standpunkt sicher bin, logge ich ein DNF. Besonders informative DNFs sind doch auch für den/die Owner/in wichtig, sodass sie/er im Zweifelsfall gleich erkennt, dass vor Ort etwas nicht stimmt.

Ich hoffe nur, dass nicht jeder diese Reviewer-Note als „best practice“ verwendet. Aber ehrlich gesagt legen mit Sicherheit, und wenn es nur die mir bekannten „cleveren und erfahrenen“, Geocacher/innen nicht einfach so neue Dosen aus.

Wie findet ihr solche Ideen oder wie geht ihr mit DNF um? Könnt ihr den Reviewer verstehen und könnt das bestätigen? Oder findet ihr, dass das Auslegen eigener Dosen nicht korrekt ist? Über einen Austausch mit Euch in den Kommentaren freue ich mich.

In dem Sinne 🙂

Veröffentlicht in: Geocaching

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2 Comments

  1. webmicha Januar 26, 2015

    Wenn ein Cache nicht da ist, dann loggt man halt einen DNF. Muss ja nicht beim ersten Mal sein, es sei denn man ich sich bzgl. des Verstecks sicher.

    Dass man mal ein neues Logbuch spendiert wenn das vorhandene voll oder durchnässt ist, ist ok. Aber eine eigene Dose auslegen, nur weil man den Cache nicht findet ist in meinen Augen ein No Go. Einzige Ausnahme: diese Maßnahme ist mit dem Owner im Vorfeld abgestimmt, dann läuft das unter Wartung.

    Dass dieser „Trick“ öfter angewendet wird, nichts neues. Es wäre ja fatal wenn es mal mit dem Tagesfund nicht klappen sollte, oder auf dem Powertrail eine Dose fehlt 😛

    Mit dieser Reviewer Note hat sich der Verfasser m. E. ein Ei gelegt…

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    • Steffen Januar 26, 2015

      Genau so sehe ich das auch. Bei Powertrails hat man zu dem oftmals die Anweisung des/der Owner/in, dass man neue Logbücher und ggf. Dosen auslegen soll. Aber auch hier soll bei letzterem der Owner infomiert werden.

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